Hamburger SV bei Arminia Bielefeld:
Erste Früchte des teuren Einkaufs
30. Aug 2008 17:40
 |  Daniel Halfar (vorne) mit David Jarolim | Foto: dpa |
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Nach einem 0:2-Rückstand kam der Hamburger SV auf meisterschaftsverdächtige Touren: Mit 4:2 gewann das Team, das erstmals mit Marcell Jansen auflief, gegen Arminia Bielefeld.
Beim Hamburger SV reifen Träume von einer erfolgreichen Saison auf Augenhöhe mit Titelfavorit FC Bayern München. Das 4:2 (1:2) bei Arminia Bielefeld am Samstag ebnete der in den vergangenen Tagen für rund 27 Millionen Euro veredelten Mannschaft von Trainer Martin Jol den Weg in obere Tabellenregionen der Fußball-Bundesliga.
Erstmals mit Jansen
Vor 24.500 Zuschauern in der Schüco-Arena bewahrten der Ex-Bielefelder Bastian Reinhardt (40./50.), Ivica Olic (64.) und David Jarolim (77.) ihr Team vor der ersten Saisonschlappe. In einem sehenswerten Bundesliga-Spiel hatten Chris Katongo (9.) und Artur Wichniarek (37.) zuvor für die Führung der Arminia gesorgt. Der ehemalige Münchner Marcell Jansen war der einzige Neuzugang in der Startformation des HSV. Dagegen musste Malden Petric erneut mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen und wurde erst zu Beginn der 2. Halbzeit eingewechselt. Abwehrspieler Silva wird erst am 11. September in Hamburg erwartet.
Neuer HSV-Regisseur Neves auf dem Weg
Regisseur Neves ist angeblich auf dem Weg und soll schon an diesem Sonntag in seiner neuen sportlichen Heimat vorgestellt werden. Doch die Aussicht auf künftige hochkarätige Konkurrenz schien die HSV-Profis eher zu lähmen. Denn nicht die favorisierten Norddeutschen, sondern die Arminen bestimmten zunächst das Geschehen. Nach einem Fehler von Abwehrspieler Guy Demel war Bielefeld der Führung bereits in der 5. Minute nahe: Doch der laufstarke und trickreiche Katongo traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Den nächsten Demel-Schnitzer nur kurze Zeit später nutzte der rund 1,7 Millionen Euro teure Bielefelder Neuzugang aus Kopenhagen allerdings per Abstauber zum 1:0. Die Gegenwehr der Gäste hielt sich in dieser Phase in Grenzen: Nur bei Schüssen von Piotr Trochowski (7.) und Nigel de Jong (25.) war Torgefahr erkennbar.
Vergeblicher Bielefelder Kampf
Die höhere Laufbereitschaft der Arminia wurde noch vor der Pause ein zweites Mal belohnt. Der wiedererstarkte Wichniarek enteilte seinen Gegenspielern und erzielte mit einem Flachschuss ins lange Eck aus 14 Metern sein bereits viertes Saisontor. Die Freude der Ostwestfalen über die vermeintliche Vorentscheidung währte jedoch nur drei Minuten. Eine Kooperation von zwei Abwehrspielern brachte den HSV zurück ins Spiel: Nach Zuspiel von Demel beförderte Reinhardt den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Beflügelt vom Anschlusstreffer erwachten die Gäste nach Wiederanpfiff zu neuem Leben. Erneut stellte Defensivkraft Reinhardt Torjäger-Qualitäten unter Beweis und nutzte eine Trochowski-Flanke zum 2:2. Damit nicht genug: Mit seinem ersten Saisontor zum 3:2 brachte Olic die Gäste in Führung. Zwar bemühte sich die Arminia danach um den Ausgleich, musste aber einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Ein Fernschuss von Jarolim, den Michael Lamey abfälschte, sorgte für die Entscheidung zu Gunsten des HSV. (dpa)