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Geduldsfrage: 

Unruhe beim Rekordmeister

26. Aug 2008 12:44
Läuft nicht alles nach Plan: Trainer Klinsmann (l.) und Manager Hoeneß
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Die Bayern-Bilanz der neuen Saison ist dürftig. Zwar werden die fehlenden Punkte auf die prominente Verletztenliste geschoben, Anzeichen von Nervosität sind aber unübersehbar: ob Uneinigkeit in Transferfragen oder Diskussionen um den Kapitän.

Auch nach zwei Unentschieden zum Bundesligastart gibt es für Jürgen Klinsmann demonstrative Rückendeckung, doch die Vereinsführung des FC Bayern München erwartet weiterhin Erfolge. «Ich hoffe, dass wir Herbstmeister werden. Das ist nach wir vor unser Ziel», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Montagabend im Bayerischen Fernsehen. Zugleich sprach er dem neuen Trainer des deutschen Rekordmeisters erneut das Vertrauen aus. «Wir haben absolute Geduld. Wir sind überzeugt, dass wir mit Jürgen Klinsmann den richtigen Mann haben und dass wir auch den richtigen Weg gehen.»

Hoffen auf Stabilität

Beim Blick auf die bisherigen Auftritte der Münchner verwies Rummenigge auf die in der Vorbereitung lange Verletztenliste um Franck Ribéry und Abwehrchef Martin Demichelis. «Ich kenne keine Mannschaft, die solche Stammkräfte ersetzen kann. Das kann auch der FC Bayern nicht so ohne weiteres.» Nach dem Comeback von Torjäger Luca Toni stehe vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC die Rückkehr von Abwehrchef Martin Demichelis an. «Ich bin optimistisch, dass wir jetzt auch die Stabilität reinkriegen, die wir brauchen, mit der Rückkehr eines Martin Demichelis.»

«Ich bin überhaupt nicht hektisch, sondern völlig ruhig», betonte Rummenigge mit Blick auf den in der Bundesliga noch sieglosen FC Bayern. «Wir haben auch im letzten Jahr zehn Mal Unentschieden gespielt und am Ende des Jahres wurde mit zehn Punkten Vorsprung die deutsche Meisterschaft gewonnen.» Weiteren Neuverpflichtungen, wie sie Präsident Franz Beckenbauer angemahnt hatte, erteilte Rummenigge eine Absage. «Dass was wir letztes Jahr gemacht haben, ist nicht jedes Jahr möglich.»

«Unbeherrschter Charakter»

Nach der erneuten Hinausstellung von Mark van Bommel setzte Rummenigge den neuen Kapitän unter Druck. «Das muss er beweisen», sagte der Vorstandschef auf die Frage, ob van Bommel der richtige Spielführer sei. Van Bommel hatte beim 1:1 bei Borussia Dortmund in der 23. Minute die Gelb-Rote-Karte gesehen. «Van Bommel ist ein unbeherrschter Charakter, der sich nicht im Griff hat und damit sich und der Mannschaft keinen Gefallen tut», befand Beckenbauer. (nz/dpa)

 
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