Karlsruher SC - VfL Bochum 1:0: 

netzeitung.deKarlsruhe siegt überlegen

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Siegtorschütze Eichner (2.v.l.) lässt sich feiern v.r.: Staffeldt, Franz, Sebastian (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Siegtorschütze Eichner (2.v.l.) lässt sich feiern v.r.: Staffeldt, Franz, Sebastian
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einer guten Vorstellung ist der Karlsruher SC in die neue Saison gestartet. Die Badener erspielten sich viele Chancen, nutzten aber nur eine - so wurde es nochmal spannend.

Der Karlsruher SC hat einen gelungenen Start in seine zweite Bundesligasaison nach dem Wiederaufstieg gefeiert. Die Badener bezwangen am Samstag den VfL Bochum 1:0 (1:0) und beendeten damit ihre Negativserie von zuvor vier sieglosen Heimspielen gegen die Fußballer aus dem Ruhrpott. Linksverteidiger Christian Eichner erzielte vor 24.800 Zuschauern im Wildpark mit einem strammen Distanzschuss in der 29. Minute den entscheidenden Treffer.

«Wir hätten das zweite Tor nachlegen müssen. So hatten wir gleich am ersten Spieltag Glück», sagte der 25 Jahre alte Torschütze und fügte hinzu: «Uns wird nicht viel zugetraut. Aus so einer Situation können wir sehr gut agieren.» Bochums Verteidiger Marcel Maltritz sagte über den Auftakt: «Wir können nach dem ersten von 34 Spielen nicht alles schlecht reden. Aber wir müssen uns steigern.»

Starke KSC-Neuzugänge
Beide Trainer setzten drei Neuzugänge ein. KSC-Coach Edmund Becker brachte Innenverteidiger Tim Sebastian, Spielmacher Antonio da Silva und Stefano Celozzi. Der 19 Jahre alte Außenverteidiger, in der Vorsaison noch bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern München aktiv, sorgte über rechts für viel Druck nach vorne. Zudem hatte er VfL-Heimkehrer Vahid Hashemian meist gut im Griff. VfL-Coach Marcel Koller vertraute zudem auf den neu verpflichteten Torhüter Daniel Fernandes und den österreichischen Internationalen Christian Fuchs.

Beide Teams neutralisierten sich in der ersten Halbzeit weitgehend. Die Badener setzten vor allem bei ihren Vorstößen über die Außenbahnen durch Celozzi und Eichner Akzente. Bochum versuchte es mehr durch die Mitte, hatte dabei aber kaum Erfolg. Bei der ersten KSC-Chance bekam Fernandes nach einer scharfen Eichner-Hereingabe den Ball erst im Nachfassen unter Kontrolle (8.). Beim Aufsetzer des Linksverteidigers aus 22 Metern war der Portugiese dann machtlos.

Viele Chancen, wenig Tore
Christian Timm vergab dann binnen 150 Sekunden zwei Hundertprozentige: Erst schoss der KSC-Mittelfeldmann völlig freistehend vorbei (34.); dann verfehlte er nach einer Eichner-Flanke per Kopfball das Ziel (36.). Auf Seiten der Gäste schoss Stanislav Sestak einmal vorbei (10.), dann scheiterte er nach einem Fehler des KSC-Abwehrchefs Maik Franz an Schlussmann Markus Miller (22.).

Die Karlsruher kamen gleich schwungvoll aus der Kabine: Beim ersten Angriff zirkelte da Silva den Ball aufs Tornetz (46.). Fernandes bewahrte mit einer guten Parade nach einem Franz-Schuss sein Team vor dem 0:2 (61.). Karlsruhe kontrollierte nun immer mehr das Geschehen, ließ aber die notwendige Durchschlagskraft vermissen. Pech hatte allerdings Joshua Kennedy mit einem Pfostenknaller, nachdem er den Ball zuvor zirkusreif über sich und seinen Kontrahenten gehoben hatte (68.). Bochum verpasste in der 90. Minute den Ausgleich, als Sestak bei der einzigen Möglichkeit im zweiten Durchgang lediglich den Pfosten traf. (dpa)