VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 2:1:
Wolfsburg mit spätem Sieg
16. Aug 2008 17:47
 |  Erzielte das Wolfsburger Siegtor: Misimovic (l.) gegen den Kölner Antar | Foto: dpa |
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Trotz großer Personalsorgen gelang dem VfL Wolfsburg gegen den Aufsteiger aus Köln ein Sieg zum Saisonstart. Erst spät nutzte der «VW-Klub» seine Chancen und gewann am Ende verdient.
Der VfL Wolfsburg hat am Samstag mit einem 2:1 (0:1)-Heimsieg über den 1. FC Köln einen erfolgreichen Einstand in die neue Bundesliga-Saison gefeiert. Christian Gentner (48.) und Zvjezdan Misimovic (78.) erzielten vor 29.085 Zuschauern in der Volkswagen Arena die Tore für den Uefa-Cup-Teilnehmer. Milivoje Novakovic (20.) hatte den Aufsteiger in Führung geschossen.
Ohne Offensive
Bei idealen Bedingungen mit 20 Grad und Sonnenschein erspielten sich die Hausherren von Beginn an klare optische Vorteile, obwohl sie innerhalb von nur einer Woche praktisch ihre gesamte Offensiv-Abteilung auswechseln mussten. Zunächst meldete sich Edin Dzeko mit einer Sprunggelenksverletzung ab, dann wurde Marcelinho nach Brasilien verkauft und zu allem Überfluss noch Torjäger Grafite nach einer Roten Karte gesperrt. Felix Magath sah sich so genötigt, in Ashkan Dejagah einen offensiven Mittelfeldspieler als einzige Spitze aufzustellen.
Der U 21-Nationalspieler tat sich in der ungewohnten Rolle allerdings sehr schwer und konnte sich kaum in Szene setzen. Für die besten Toraktionen sorgte in Jonathan Santana dann auch ein Mann aus dem kompakten Mittelfeld. Der Nationalspieler Paraguays prüfte Kölns Keeper Fary Mondragon mit zwei satten Distanzschüssen (7., 11.), die jedoch nicht den Weg ins Tor fanden.
Köln effektiv
Die mit fünf Neuzugängen angetretenen Gäste machten es besser und vor allem effektiver. Ihre einzig wirklich gefährliche Chance in den ersten 45 Minuten verwertete Novakovic per Kopf unhaltbar für VfL-Torhüter Diego Benaglio. Vorarbeiter war ausgerechnet Sergiu Radu, für den Magath in Wolfsburg keine Verwendung mehr hatte. In dieser wie in einigen anderen Szenen sah die VfL-Abwehr mit den beiden Weltmeistern Cristian Zaccardo und Andrea Barzagli, die ihre Bundesliga-Debüts feierten, alles andere als gut aus.
Der unerwartete Rückstand brachte die «Wölfe» aus dem Rhythmus. Das Spiel nach vorn sah zwar weiter gefällig aus, klare Möglichkeiten mündeten daraus allerdings nicht. Mondragon musste sich lediglich in der 41. Minute noch einmal ganz lang machen und einen Kopfball von Dejagah aus dem rechten unteren Toreck kratzen.
Magaths gute Wechsel
Magath reagierte auf den Rückstand und brachte zum Wiederanpfiff zwei neue Leute. Die Maßnahme zahlte sich sofort aus. Gentner traf im Nachschuss zum Ausgleich, und der eingewechselte vorjährige Regionalliga-Torschützenkönig Mahir Saglik hätte zwei Minuten später beinahe die Führung erzielt. Er vergab aber - wie in der Folge noch einige Male. So mussten die Wolfsburger Anhänger weiter zittern, ehe sie Marcelinho-Nachfolger Misimovic erlöste. (dpa)