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Fußball-Transfers: 

Wolfsburg dementiert Marcelinho-Wechsel

11. Aug 2008 15:23
Marcelinho
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Rätselraten um die Zukunft von Marcelinho: Flamenco Rio de Janeiro meldet die Verpflichtung des Spielmachers, der VfL Wolfsburg zeigt sich davon überrascht. Der Spieler selbst schweigt.

Verwirrung um Marcelinho: Der brasilianische Fußballclub Flamengo Rio de Janeiro vermeldete am Montag die Verpflichtung des Spielmachers, sein Verein VfL Wolfsburg dementierte den Wechsel aber umgehend. Trainer und Sportdirektor Felix Magath bestätigte indirekt, ein Angebot für den Brasilianer aus Rio de Janeiro erhalten zu haben. Er sagte aber: «Es gibt keine Einigung zwischen den Vereinen. Ich denke auch nicht, dass es eine Einigung zwischen Marcelinho und Flamengo gibt. Von der Meldung, dass der Transfer perfekt sein soll, war ich überrascht.» Magath erklärte, den 33 Jahre alten Mittelfeldspieler am Dienstag (18.00 Uhr) beim Testspiel des VfL gegen den italienischen Erstligisten US Palermo in Wolfsburg einsetzen zu wollen.

«Es gibt keine Einigung zwischen den Vereinen»

Flamengo dagegen vermeldete am Montag schon Vollzug. Marcelinho werde einen Vertrag bis Dezember 2010 erhalten und am Mittwoch in Rio de Janeiro offiziell vorgestellt, schrieb der Club auf seiner Internetseite. Die «Bild»-Zeitung (Online-Ausgabe) zitierte Flamengos Vizepräsident Kleber Leite mit den Worten: «Zwischen den Parteien ist alles geklärt. Es fehlt nichts mehr.» Der fünffache brasilianische Meister sucht einen neuen Spielmacher als Ersatz für den zu Bayer Leverkusen gewechselten Renato Augusto.

Marcelinho selbst hält sich mit öffentlichen Äußerungen zum Thema Flamengo zurück. «Solange wir nicht konkret verhandeln, konzentriere ich mich auf Wolfsburg», sagte er in der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung» (Montags-Ausgabe). «Aber grundsätzlich ist Flamengo ein Verein, der mich interessiert.» Magath hatte nach dem Pokalspiel des VfL beim 1. FC Heidenheim (3:0) gesagt: «Ich habe mich mit ihm unterhalten und er hat sich nicht eindeutig geäußert.»

Magath denkt über Freigabe nach

Trotzdem sprechen neben den Aussagen Flamengos noch weitere Indizien für einen Weggang von Marcelinho. Magath schloss am Montag nicht aus, ihm die Freigabe zu verweigern. Seit Wochen gilt der Club Al Ain aus den Vereinigten Arabischen Emiraten als weiterer Interessent. Außerdem haben die Wolfsburger mit Zvjezdan Misimovic (1. FC Nürnberg) bereits einen potenziellen Nachfolger auf der Spielmacher-Position verpflichtet. Der 26 Jahre alte Bosnier bekam am Sonntag in Heidenheim bereits den Vorzug vor Marcelinho.

Der Brasilianer war im Januar 2007 von Trabzonspor zu den Niedersachsen gewechselt. Insgesamt absolvierte er für Hertha BSC und Wolfsburg 205 Bundesliga-Partien, in denen er 77 Treffer erzielte. In der vergangenen Saison war er sogar Kapitän des VfL. (dpa)

 
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