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Rekordeinnahme bei Trikotwerbung: 

Bundesligisten mit breiter Brust

05. Aug 2008 14:53
HSV International - Fly Emirates auf der Brust
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Das Ranking der Werbeinnahmen im Trikotsponsoring sieht den Rekordmeister aus München nicht mehr als alleinigen Spitzenreiter. Die Tabelle ist auch Ausdruck der sportlichen Vorstellungen.

Für Trikotwerbung in der Fußballbundesliga greifen Wirtschaftsunternehmen immer tiefer in die Taschen. Mit fast 130 Millionen Euro an Sponsoreneinnahmen verzeichnet die Liga vor dem Start in die neue Spielzeit schon wieder einen Rekord. Wie eine Erhebung der Deutschen Presse-Agentur dpa ergab, konnten die 18 Klubs ihre Einnahmen im Vergleich zur Vorsaison (122,7) nochmals um knapp sieben Millionen Euro steigern. Schon im Vorjahr hatte die Bundesliga für die Werbung auf der Brust eine Bestmarke erzielt. Damit gewinnt das Trikotsponsoring für alle Klubs eine immer mehr größere wirtschaftliche Bedeutung.

Internationale Bundesliga

Es sind schon längst nicht mehr nur deutsche Unternehmen wie die Bahn, Telekom oder Volkswagen, die sich finanziell in der Eliteliga engagieren. Mit dem russischen Energie-Multi Gazprom, der Fluggesellschaft Emirates oder dem japanischen Elektronikunternehmen Kyocera haben sich längst große internationale Konzerne als Geldgeber im deutschen Profifußball etabliert.

Dabei können sich Rekordmeister FC Bayern München, der FC Schalke 04 und der «VW-Klub» VfL Wolfsburg über die höchsten Zuwendungen freuen. Bis zu 20 Millionen im maximalen Erfolgsfall zahlen die Trikot-Werbepartner diesen Vereinen. In Wolfsburg will man mit der finanziellen Unterstützung den großen Angriff auf die Topklubs der Liga starten. Mehr als 25 Millionen hat der Verein vor Saisonbeginn für neue Spieler ausgegeben.

Treue zahlt sich aus

Fast ein Drittel der Bundesligaklubs setzt auf treue Partner und hat langjährige Verbindungen mit den Sponsoren. Neben VW in Wolfsburg dauern die Partnerschaften Eintracht Frankfurt/Fraport, Bayern München/T-Com, Hannover 96/TUI und Energie Cottbus/enviaM mindestens schon sechs Jahre oder länger an.

Auch Borussia Dortmund und Evonik streben eine lange Kooperation an, die zunächst bis 2011 besiegelt wurde. Der Bundesliga-Beauftragte des Mischkonzerns, Lutz Dreesbach, sprach von einem erfolgreichen Engagement beim BVB. Mittlerweile würde jeder zweite Bundesbürger Evonik kennen, jeder vierte durch das Sponsoring beim BVB. «Der Weg ist noch lange nicht zu Ende», sagte Dreesbach.

Gleicher Sponsor beim KSV und VfB Stuttgart

Ein Unternehmen leistet sich sogar den Luxus, zwei Vereine finanziell zu unterstützen. Der Energiekonzern EnBW sponsert sowohl Vorjahresmeister VfB Stuttgart als auch den Karlsruher SC. Allerdings erhält der KSC mit 1,65 Millionen Euro knapp 4,5 Millionen Euro weniger aus dem Geldtopf als die Schwaben.

Von den drei Aufsteigern hat Borussia Mönchengladbach mit Kyocera den meistzahlenden Partner und erhält jährlich etwa 4,5 Millionen Euro. Bundesliganeuling Hoffenheim läuft künftig mit dem Logo von TV-Digital auf. Doch wichtiger als die etwa 2,5 Millionen Euro vom Trikotsponsor sind die finanziellen Zuwendungen von Milliardär und Mäzen Dietmar Hopp, der dem Klub zum rasanten Aufstieg in die 1. Liga verhalf. Trainer Ralf Rangnick bestätigte jüngst in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung»: «Ich habe nicht die Vorstellung, irgendwann ohne das Geld von Herrn Hopp auszukommen».

Übersicht der Sponsorenbeträge für die Trikotwerbung

Verein / Sponsor / Summe (in Mio. Euro)
---------------------------------------------------------------------
Bayern München / T-Com / bis zu 20,0
FC Schalke 04 / Gazprom / bis zu 20,0
VfL Wolfsburg / VW / bis zu 20,0
Borussia Dortmund / Evonik / bis zu 10,0
Werder Bremen / Citibank / bis zu 9,5
Hertha BSC / Deutsche Bahn AG / bis zu 8,0
Bayer Leverkusen / teldafax / ca. 6,0
VfB Stuttgart / EnBW / bis zu 6,0
Eintracht Frankfurt / Fraport / ca. 5,0
Hamburger SV / Fly Emirates / ca. 5,0
Borussia Mönchengladbach / Kyocera / ca. 4,5
1. FC Köln / REWE-Group / ca. 3,5
Hannover 96 / TUI / ca. 3,0
VfL Bochum / kik / ca. 2,5
1899 Hoffenheim / TV-Digital / ca. 2,5
Karlsruher SC / EnBW / ca. 1,65
Arminia Bielefeld / Krombacher / ca. 1,5
Energie Cottbus / enviaM / ca. 1,0
--------------------------------------------------------------------
Gesamt: bis zu 129,65


(Die angegebenen Zahlen beruhen teilweise auf Schätzungen und sind mitunter Maximalbeträge, die in Abhängigkeit vom sportlichen Abschneiden sowie der TV-Präsenz der Klubs gezahlt werden.)


(dpa)

 
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