Testspiel der besonderen Art: 

netzeitung.dePodolskis Jubelproblem

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Klappe halten oder jubeln? Der noch verletzte Franck Ribéry (l.) hat derzeit andere Probleme als "Köln-Rückkehrer" Podolski. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Klappe halten oder jubeln? Der noch verletzte Franck Ribéry (l.) hat derzeit andere Probleme als "Köln-Rückkehrer" Podolski.
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Für einen Fußball-Profi gibt es wohl nichts schöneres, als ein Tor gebührend zu feiern. Doch wie schon bei der EM sieht Lukas Podolski nun auch bei den Bayern einem möglichen Torerfolg mit gemischten Gefühlen entgegen.

Drei Tage nach der Niederlage beim inoffiziellen Supercup-Finale gegen Borussia Dortmund (1:2) steht Bayern München ein weiterer Härtetest vor dem Bundesliga-Start bevor. Der Deutsche Meister tritt am Samstagabend beim Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln an (live bei Sat 1/ 18.00 Uhr). Für einen Bayern-Profi wird die Begegnung nicht irgendein Testspiel werden: «Ich freue mich riesig» sagte Lukas Podolski auf der Bayern-Homepage.

Der gebürtige Kölner mit polnischen Wurzeln spielte bis 2006 bei den Geißböcken und steht nun, wie schon bei der EM vor der Partie gegen Polen, vor einem besonderen Problem: Wie feiert man gegen seine Herzens-Mannschaft einen eigenen Treffer? «Ich weiß nicht, ob ich jubeln werde, wenn ich ein Tor schießen sollte», sagte Podolski gegenüber der Online-Ausgabe von «Bild». Im Länderspiel gegen Polen hatte «Poldi» seine beiden Tore sehr zurückhaltend mit den Teamkollegen gefeiert, was ihm in seinem Geburtsland viel Respekt beschert hat.

An welchem Klub sein Herz hängt, ist kein Geheimnis: Selbst der drei Monate alte Podolski-Sohn Louis ist bereits Mitglied beim 1. FC Köln. Ein Aufnahmeantrag beim FC Bayern wurde hingegen nicht gestellt: «Eine Mitgliedschaft reicht ja. Er kann ja auch später nicht zwei Dauerkarten haben. Das macht ja keinen Sinn», so der Nationalspieler.

Im Gegensatz zur Nationalmannschaft muss Podolski bei seinem Klub weiter um einen Stammplatz kämpfen. Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann will dem Stürmer die Chance geben, sich gegen seinen Ex-Klub zu beweisen: «Er wird die Gelegenheit haben, von Anfang an zu spielen und sich auszutoben», kündigte Klinsmann an.

Neben Podolski freut sich auch Christian Lell, von 2004 bis 2006 für zwei Jahre von den Münchnern an die «Geißböcke» ausgeliehen, auf das Spiel in der Domstadt. «Ich habe viel erlebt in Köln: Aufstieg, Abstieg, drei Trainer in zwei Jahren», erinnerte sich Lell an turbulente Zeiten am Rhein. (nz)