Werder-Manager Allofs nennt Fifa « fahrlässig»: 

netzeitung.deDiego sitzt auf gepackten Koffern nach Peking

 Herausgeber: netzeitung.de

Bremens Spielmacher Diego (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bremens Spielmacher Diego
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Streit um Diegos Teilnahme bei den Olympischen Sommerspielen scheint sich zu Ungunsten von Werder Bremen zu entwickeln. Der brasilianische Spielmacher soll bereits konkrete Reisepläne für Peking gemacht haben.

Im Streit um die Olympia-Teilnahme von Fußball-Profi Diego zeichnet sich eine Niederlage für seinen Verein Werder Bremen ab. Ein brasilianisches Internetportal soll berichtet haben, dass der Mittelfeldspieler sich mit seinem Verband bereits über die Reisemodalitäten verständigt hat. Das berichtet das Fachblatt «Kicker» in seiner Online-Ausgabe.

Demnach soll Diego am Montag in Paris ein Flugzeug besteigen, um gemeinsam mit der brasilianischen Auswahl nach Peking zu fliegen. Werder Bremens Mediendirektor Tino Polster konnte am Samstag jedoch «keine neue Entwicklung» erkennen. Diego teilte auf seiner Homepage mit, dass ein abschließendes Treffen mit den Bremer Verantwortlichen stattfinden soll.

Bislang pocht Werder darauf, Diego zum Saisonstart einsetzen zu wollen. Jedoch hatte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Jacques Rogge zuvor klargestellt, dass der Welt-Fußballverband Fifa alle U23-Spieler für den Zeitraum der Sommerspiele sperren werde, sollten eine Freigabe der Vereine verweigert werden. Diego feierte im Februar seinen 23. Geburtstag.

«Die Fifa handelt fahrlässig»
Bremens Manager Klaus Allofs kritisierte das Verhalten der Fifa: «Wie die Fifa handelt ist fahrlässig und völlig unzureichend», so der Ex-Nationalspieler gegenüber dem Nachrichtendienst sid. «Die Fifa ist unser Verband, sie ist da, um die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten», so Allofs weiter und zeigte sich «überhaupt nicht zufrieden».

Die Fifa hatte zuletzt auf ein «Gewohntheitsrecht» verwiesen, nachdem Spieler unter 23 Jahren bisher immer für Olympische Sommerspiele abgestellt worden waren. Allofs betonte, dass es laut des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine solche Bestimmung nicht gebe. (nz)