Ein wichtiger Schritt in dieser Hinsicht ist eine intensive Kommunikation über die Regelauslegung in bestimmten Spielsituationen. Der DFB hat daher eine DVD mit 39 Szenen zusammengestellt und diese, mit einem entsprechenden Kommentar versehen, an die 36 Profi-Vereine versendet. Nach Angaben von Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel hätten 14 Klubs die DVD mit einer eigenen Reaktion bereits zurückgeschickt. «Wir wollen auf einen gemeinsamen Nenner kommen und nicht im luftleeren Raum agieren», formulierte Strigel das Ziel. Sehr zufrieden mit der Situation der deutschen Schiedsrichter zeigte sich DFB-Vizepräsident Rainer Koch. «Sie haben in den vergangenen Wochen bewiesen, dass sie international an vorderster Stelle stehen», lobte Koch. Ähnlich positiv schätzte Volker Roth, Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses, die Lage ein. «Wir zählen zur Spitze in der Welt. Wir haben als einziges Land einen Schiedsrichter bei der Europameisterschaft und zwei Unparteiische bei den Olympischen Spielen dabei. Darauf sind wir stolz», sagte Roth.
Um die kommenden Herausforderungen gut meistern zu können, bereiten sich die 20 Bundesliga- und 22 Zweitliga-Schiedsrichter bis zum Sonntag im SportCenter Kamen-Kaiserau intensiv auf die bevorstehende Saison vor. Im Mittelpunkt des Lehrgangs stehen Videoschulungen, Gruppengespräche und am Samstag der obligatorische Leistungstest. (dpa)