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Nach 14 Monaten Haft: 

Skandal-Schiedsrichter Hoyzer kommt frei

17. Jul 2008 22:14
Bald öffenen sich die JVA-Türen für Hoyzer
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Weil er nachgewiesenermaßen käuflich war, musste er ins Gefängnis. Weil Hoyzer sich dort «besonders gut entwickelt» habe, winkt ihm nun die Freiheit. Bezahlen muss er aber weiterhin für seine Taten.

Der nach der Manipulation von Fußball- Spielen wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Haftstrafe verurteilte Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer kommt an diesem Freitag vorzeitig aus dem Gefängnis frei. Dies sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht von «Sport Bild online».

Damit wird Hoyzer nach Verbüßung der Hälfte seiner Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten entlassen. Dies sei nach dem Gesetz unter anderem möglich, «wenn sich jemand besonders gut entwickelt» habe.

«Herr Robert Hoyzer wird mit Ablauf des 18. Juli aus der JVA Hakenfelde entlassen», zitiert das Internatportal des Blattes aus einer Presseerklärung der Anwälte. «Herr Hoyzer freut sich, dass er in Kürze wieder in Freiheit ist und ihm zum rechtlich frühest möglichen Zeitpunkt Gelegenheit für einen Neuanfang gegeben wird.»

67.000 Euro für manipulierte Spiele

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter hatte vor dreieinhalb Jahren gestanden, für die Manipulation von Spielen insgesamt 67.000 Euro erhalten zu haben. Im November 2005 war er wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt worden. Am 18. Mai 2007 hatte Hoyzer seine Strafe im Berliner Gefängnis Hakenfelde angetreten.

Vor zwei Monaten hatten sich der Deutsche-Fußball-Bund (DFB) und Hoyzer auf insgesamt 126.000 Euro Schadenersatzzahlungen geeinigt. Hoyzer muss 15 Jahre lang monatlich 700 Euro zahlen. Er soll 2010 mit den Zahlungen beginnen, das Geld soll sozialen Zwecken zugute kommen.

Knapp anderthalb Jahre vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland hatte die Wett-Affäre Anfang 2005 für großes Aufsehen gesorgt. Hoyzer räumte vor Gericht ein, 2004 unter anderem die Regionalliga-Spiele Braunschweig gegen St. Pauli und Wuppertal gegen Werder Bremen Amateure, die Zweitligapartie Ahlen gegen Burghausen sowie das DFB-Pokalspiel Paderborn gegen den HSV manipuliert zu haben. (dpa/AP)

 
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