Karneval mit Tränen: 

netzeitung.deMainz weint und feiert mit Klopp

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Jürgen Klopp verlässt nach 18 Jahren den FSV Mainz 05 in Richtung Dortmund. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Jürgen Klopp verlässt nach 18 Jahren den FSV Mainz 05 in Richtung Dortmund.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der knapp verpasste Aufstieg in die Bundesliga hat Mainz 05 tief getroffen. Der scheidende Trainer Klopp wurde von über 20.000 Zuschauern verabschiedet - und zwar so emotional, wie es sich für eine Karnevals-Hochburg gehört.

Mehr als 20.000 Menschen haben sich auf dem Gutenbergplatz in Mainz tränenreich von Trainer Jürgen Klopp und seinem Assistenten Zeljko Buvac verabschiedet. Das Trainer-Duo wird den Klub nach dem verpassten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga in Richtung Borussia Dortmund verlassen.

Bei der rund zweistündigen Veranstaltung vor dem Mainzer Staatstheater waren neben Spielern aus dem aktuellen Kader auch einige frühere Weggefährten dabei, berichtet die Homepage des Klubs. FSV-Manager Christian Heidel pries die Ära Klopp als einzigartig: «So etwas sucht in Deutschland seinesgleichen.» Mannschaftskapitän Dimo Wache pflichtete dem bei: «Ich glaube, dass es einmalig im deutschen Fußball ist, was heute hier passiert. Klopp und Buvac haben Großes hier geleistet. Wir ziehen den Hut, vielen Dank.» Auch Klub-Präsident Harald Sturtz bedankte sich: «Vielen Dank für die unglaubliche Zeit, die wir gemeinsam verbracht habt. Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft, ihr seid in Mainz immer herzlich willkommen.»

Klopp wurde bei seiner Dankesrede immer wieder von Weinkrämpfen geschüttelt. «Es ist schwierig, heute Worte zu finden. Alles was ich bin, alles was ich kann, hab ich hier her. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie sehr ich an Mainz hänge», so Klopp. «Ich habe hier unglaublich viele Dinge erlebt, Geschichten, die nicht druckreif sind. Dass ich euch alle nicht vergessen werde, das könnt ihr euch vorstellen. Danke, damit meine ich jeden von euch und wünsche euch das allerbeste. Demnächst feiern wir zusammen den Aufstieg.«

Nach der verpassten Rückkehr in die Fußball-Bundesliga in der abgelaufenen Saison verlässt Klopp nach 18 Jahren als Trainer und Spieler den FSV Mainz in Richtung Borussia Dortmund, wo er ab der kommenden Saison zusammen mit seinem Co-Trainer Zeljko Buvac wieder auf der Trainerbank eines Erstligisten Platz nehmen wird. Klopp hatte die Mainzer Mannschaft im Februar 2001 übernommen und bis in die Bundesliga geführt. Nach zwei Jahren Erstliga-Fußball musste die Mannschaft 2007 wieder den Gang in die 2. Liga antreten. Neben seiner Tätigkeit als Trainer erlangte Klopp einen großen Bekanntheitsgrad als Fernseh-Experte während der Fußball-WM 2006. (nz)