Angesichts des Rückstandes intensivierte Stuttgart dann zwar seine Offensiv-Bemühungen, doch vieles blieb Stückwerk. Die von Trainer Veh zur Konzentrationsförderung gedachte Maßnahme, auf Ergebniseinblendungen auf den Videotafeln zu verzichten, brachte zunächst nicht die gewünschte Wirkung. Der entthronte deutsche Meister drängte die mit Biss um ihren Klassenverbleib kämpfenden Ostwestfalen zunehmend zurück, aber auffällig viele Fehlpässe verhinderten klare Torgelegenheiten. Die dürftige Torgefahr der Stuttgarter ging von Mario Gomez aus. Doch ein Kopfball des Nationalstürmers wurde kurz vor der Torlinie geklärt (21.) und auch zwei Schussversuche (30., 32.) brachten keine Gefahr. Kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Platzherren bezeichnenderweise sogar vom eigenen Publikum mit Pfiffen bedacht. Stuttgart hatte weiterhin mehr Spielanteile, Bielefeld rackerte, Torszenen blieben absolute Mangelware. Wie auf der Gegenseite, brachte dann ein ruhender Ball Stuttgart den Torerfolg: Arminen- Keeper Fernandez brachte im Strafraum den eingewechselten Manuel Fischer zu Fall, Nationalstürmer Gomez verwandelte sicher. Fünf Minuten vor dem Ende brachte Fischer Stuttgart dann sogar noch in Führung, bevor Christian Eigler zum Endstand traf. (dpa)