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Rettung beim entthronten Meister: 

Bielefeld schleppt sich ins Ziel

17. Mai 2008 18:11
Stuttgarts Ricardo Osorio (l.) mit Bielefelds Christian Eigler
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Arminia Bielefeld hat mit einer couragierten Leistung den Klassenerhalt geschafft. Beim entthronten Meister aus Stuttgart behielt die Mannschaft selbst bei einem Rückstand die Nerven.

Arminia Bielefeld spielt auch in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga, der VfB Stuttgart hat sich für den UI-Cup qualifiziert. Bielefeld kam am Samstag zu einem 2:2 (0:1) beim VfB Stuttgart und behauptete dank der Nürnberger 0:2-Heimniederlage gegen Schalke 04 den rettenden 15. Tabellenplatz. Der entthronte deutsche Meister aus Stuttgart zitterte sich trotz einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung noch in den UI-Cup. Für Bielefeld trafen vor 55.500 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion Robert Tesche (10.) und Christian Eigler (87.), VfB-Stürmer Mario Gomez (75.) und Manuel Fischer (85.) rettete dem entthronten deutschen Meister einen Punkt und damit die Hoffnung auf die Uefa-Cup-Teilnahme in der kommenden Saison, da Bayer Leverkusen mit 0:1 gegen Werder Bremen unterlag.

Von Beginn an entwickelte sich nicht der erwartete Sturmlauf des Favoriten, der mit einem Sieg unbedingt seine Chance auf einen Uefa- Pokal-Platz wahren wollte. Die Gastgeber mit der bis dahin drittstärksten Heimbilanz aller Bundesliga-Teams vermochten gegen die als schächstes Auswärtsteam angereiste Arminia kaum Druck zu entwickeln. Bielefeld stand kompakt und kontrollierte die wenigen Ideen des VfB-Mittelfelds, in dem auf der linken Seite Antonio da Silva für EM-Fahrer Thomas Hitzlsperger beginnen durfte.

Für die Gäste, die ihre Taktik ohnehin nur auf wenige Momente ausgerichtet hatten (Frontzeck: «Wir werden wie immer mit einer gewissen Kompaktheit kommen»), lief es hingegen nach Plan: Ein ruhender Ball, ein Tor. Markus Bollmann köpfte den von Thorben Marx butterweich in den Strafraum gelupften Freistoß noch an den Pfosten, doch Robert Tesche war zur Stelle und brachte Bielefeld überraschend in Front.

Viele Fehlpässe beim VfB

Angesichts des Rückstandes intensivierte Stuttgart dann zwar seine Offensiv-Bemühungen, doch vieles blieb Stückwerk. Die von Trainer Veh zur Konzentrationsförderung gedachte Maßnahme, auf Ergebniseinblendungen auf den Videotafeln zu verzichten, brachte zunächst nicht die gewünschte Wirkung. Der entthronte deutsche Meister drängte die mit Biss um ihren Klassenverbleib kämpfenden Ostwestfalen zunehmend zurück, aber auffällig viele Fehlpässe verhinderten klare Torgelegenheiten. Die dürftige Torgefahr der Stuttgarter ging von Mario Gomez aus. Doch ein Kopfball des Nationalstürmers wurde kurz vor der Torlinie geklärt (21.) und auch zwei Schussversuche (30., 32.) brachten keine Gefahr.

Kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Platzherren bezeichnenderweise sogar vom eigenen Publikum mit Pfiffen bedacht. Stuttgart hatte weiterhin mehr Spielanteile, Bielefeld rackerte, Torszenen blieben absolute Mangelware. Wie auf der Gegenseite, brachte dann ein ruhender Ball Stuttgart den Torerfolg: Arminen- Keeper Fernandez brachte im Strafraum den eingewechselten Manuel Fischer zu Fall, Nationalstürmer Gomez verwandelte sicher. Fünf Minuten vor dem Ende brachte Fischer Stuttgart dann sogar noch in Führung, bevor Christian Eigler zum Endstand traf. (dpa)

 
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