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Kantersieg über Karlsruher SC: 

HSV zieht mit wehenden Fahnen in Uefa-Cup ein

17. Mai 2008 17:34
HSV-Kapitän Rafael van der Vaart (r.) mit Mario Eggimann (l.) und Maik Franz
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Mit einem wahren Schützenfest hat sich der Hamburger SV am letzten Bundesliga-Spieltag für den Uefa-Cup qualifiziert. Beim Sieg über Karlsruhe glänzte nicht nur Kapitän Rafael van der Vaart.

Der Hamburger SV hat seinem Trainer Huub Stevens mit dem höchsten Saisonsieg einen versöhnlichen Abschied beschert und den Einzug in den Uefa-Cup gefeiert. Mit dem 7:0 (3:0)-Sieg im letzten Heimspiel gegen den Karlsruher SC sicherten sich die Hanseaten sogar die vierte Teilnahme am internationalen Geschäft in Serie. Kapitän Rafael van der Vaart führte glänzend Regie und brachte die Gastgeber mit einem verwandelten Elfmeter in der 23. Minute auf die Siegerstraße. Mit seinem ersten Bundesliga-Hattrick avancierte Paolo Guerrero (34./43./48.) zum überragenden Torschützen, Piotr Trochowski (57.) und Ivica Olic (78./90.) steuerten die weiteren Treffer bei.

Stevens hatte auch vor dem wichtigen «Endspiel» um den lukrativen Uefa-Cup-Startplatz keine unbequemen Maßnahmen gescheut. So wurde nach Guy Demel, der wegen Knieproblemen und atmosphärischer Störungen gar nicht mehr in Hamburg weilt, auch der auf der ganzen Linie enttäuschende Stürmer Mohamed Zidan aussortiert. In einer schwungvollen Anfangsoffensive zeigte der HSV seine Offensivqualitäten, doch wieder einmal vergaben van der Vaart (10.) mit einem Freistoß, Ivica Olic (12.), Guerrero (20./22.) und Collin Benjamin (21.) große Möglichkeiten. Erst ein Foulspiel von Mario Eggimann an Geburtstagskind David Jarolim und der verwandelte Strafstoß des Kapitäns lösten die Verkrampfung vor dem gegnerischen Tor.

Wegen der großen Anspannung wurden vor 56.035 Zuschauern bis zum 5:0 keine Zwischenstände aus anderen Stadien eingeblendet. Zwar saß der neue HSV-Coach Martin Jol noch nicht auf der Tribüne, doch die Ankündigung, dass sich der 52-jährige Niederländer das Geschehen im Fernsehen in seinem Spanien-Urlaub angucken wollte, schien den zuletzt desolaten Hamburgern Beine zu machen. Guerrero schraubte mit sehenswerten Treffern seine Torbilanz auf neun hoch - so viele waren dem Peruaner noch nie in Deutschland gelungen. Die Badener wehrten sich gegen die hohe Niederlage nur halbherzig - das Missverständnis zwischen Keeper Markus Miller und Mike Franz vor dem 0:2 von Guerrero war symptomatisch für die schlechte Abwehrarbeit.

Zudem vergaben die Gäste durch Edmond Kapllani (31.), Michael Mutzel (40.) und Florian Dick (73.) gute Möglichkeiten. Der über die gesamte Saison souveräne HSV-Keeper Frank Rost bekam einen Extra- Applaus, als Stevens ihn in der 74. Minute für Wolfgang Hesl auswechselte. Der 22-Jährige Ersatzkeeper kam zu seinem Bundesliga- Debüt, blieb in den verbleibenden Minute aber beschäftigungslos. (dpa)

 
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