Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Sport  »  Bundesliga
DruckenVersenden
 

34. Spieltag der Bundesliga: 

Vorhang auf zum Finale

16. Mai 2008 18:43, ergänzt 17. Mai 2008 13:15
Auf dem Weg in die Champions League: Bremens Diego (M.), Petri Pasanen (l.) und Per Mertesacker
Bild vergrößern
Tag der Entscheidungen in der Fußball-Bundesliga: Gesucht werden ein sicherer Teilnehmer für die Champions League, zwei Teams für den Uefa-Cup und ein Absteiger. Beim FC Bayern hat man derweil ganz andere Sorgen.

Noch einmal rollt in der Bundesliga der Ball, dann steht die EM auf dem Spielplan des Fußballtheaters. Langeweile kommt trotz der bereits entschiedenen Meisterschaft nicht auf: Fünf Endspiele um den dritten Abstiegsplatz, den Einzug in den Uefa-Cup und die direkte Qualifikation für die Champions League sorgen für Hochspannung. Nach dem Kampf um den Titel, den Alleinherrscher Bayern München frühzeitig für sich entschied, stehen noch drei Entscheidungen aus.

Angesichts dieser Konstellation ist nicht die Übergabe der Meisterschale, sondern vor allem das Fernduell der Rekordabsteiger Arminia Bielefeld und 1. FC Nürnberg von höchstem Interesse. «Jeder weiß, dass es um alles geht und ist deshalb gefordert, an sein Limit zu gehen», sagte Nürnbergs Trainer Thomas von Heesen vor dem Spiel des Tabellen-16. am Samstag gegen Schalke 04.

Fernduell um den Klassenerhalt

An Erfahrung im Überlebenskampf mangelt es nicht: Bereits sechs Mal mussten sowohl Nürnberg als auch Bielefeld den schweren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Mit einem Sieg über den Revierklub könnten die Franken den Absturz nur ein Jahr nach dem Pokalsieg noch abwenden.

Vorausgesetzt, die durch das schlechtere Torverhältnis gehandicapte, aber zwei Punkte besser platzierte Arminia kommt beim VfB Stuttgart nicht über ein Remis hinaus. Obwohl den Bielefeldern bisher nur am ersten Spieltag ein Auswärtssieg gelang, ist Trainer Michael Frontzeck guter Dinge: «Das Spiel hat finalen Charakter. Ich gehe davon aus, dass wir es schaffen.»

Von Heesens Zweckoptimismus

Schwerer könnte die Aufgabe kaum sein. Schließlich haben beide Gegner nichts zu verschenken. Nürnbergs Widersacher aus Gelsenkirchen macht sich noch Hoffnungen auf den zweiten Rang und damit auf die direkte Champions-League-Qualifikation. Und Stuttgart will mit einem Sieg über Bielefeld den Sprung vom siebten Tabellenplatz in die Uefa-Cup-Ränge schaffen.

Die knifflige Ausgangslage kann Nürnbergs Trainer von Heesen nicht schrecken. Ähnlich wie Frontzeck geht der ehemalige Bielefelder zuversichtlich in das Herzschlagfinale: «Ich nehme das Wort 'worst case' gar nicht in den Mund. Nürnberg steigt nicht ab.»

Nicht nur der VfB Stuttgart, sondern auch die punktgleichen Klubs aus Wolfsburg, Hamburg und Leverkusen liebäugeln mit einem der verbliebenen zwei Uefa-Cup-Plätze. In diesem Vierkampf sind Bayer und der HSV als Tabellen-4. und -5. wegen des besseren Torverhältnisses in der Pole-Position.

«Als unser Pokalfinale - aber mit Heimrecht», bezeichnete Bayer-Sportdirektor Rudi Völler das Duell mit Werder Bremen. Die Hamburger können mit einem Heimsieg über den Karlsruher SC das Minimalziel erreichen. «Es gilt, alle persönlichen Sachen zurückzustellen», forderte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer in einer Ansprache an die Mannschaft.

Werder spielt auf Sieg

Der Optimismus der lauernden Teams aus Wolfsburg und Stuttgart auf ein Happy End ist allerdings ebenfalls berechtigt. Zu einen können sie auf die Schützenhilfe der Bremer in Leverkusen hoffen. Denn rechtzeitig zum Saisonfinale präsentiert sich Werder in Topform. Sieben Partien ohne Niederlage sorgten beim Tabellen-Zweiten für reichlich Rückenwind. Zum anderen geriet der HSV nach zuletzt neun Partien mit nur einem Sieg mächtig ins Wanken.

Ungeachtet der Tatsache, dass schon ein Unentschieden den Weg zur insgesamt sechsten Champions-League-Teilnahme der Bremer ebnen würde, strebt Werder-Coach Thomas Schaaf in Leverkusen keine taktischen Planspiele an: «Wir glauben an unsere Stärke und werden nicht irgendein bestimmtes Ergebnis anpeilen. Natürlich würde ein Unentschieden reichen, aber das ist nicht unser Anspruch.»

Vierter im Bunde der Uefa-Cup-Aspiranten ist der VfL Wolfsburg. Ein Sieg in Dortmund soll die bisher so erfolgreiche Rückrunde veredeln. Anders als seine Kollegen auf den Trainerbänken in Stuttgart, Leverkusen und Hamburg verspürt Fußball-Lehrer Felix Magath keinen Druck: «Ganz egal, was am Samstag herauskommt, es ist nach wie vor eine tolle Saison gewesen.» (nz/dpa)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Sportschauen
Zu weiteren Sportschauen
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Nach der EM ist vor der WM: 
Löws «Agenda 2010»
Abschied von der Nationalelf auf der Fanmeile: 
«Für Schweini tue ich alles»
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.