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HSV muss um Uefa-Pokal bangen: 

Cottbus bleibt erstklassig

10. Mai 2008 17:44
Dusan Vasiljevic (l.) im Duell mit HSV-Stürmer Paolo Guerrero
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Nicht schön, aber ausgesprochen erfolgreich hat Energie Cottbus gegen den HSV den Klassenerhalt perfekt gemacht. Während die Gäste reihenweise Chancen vergaben, schlugen die Lausitzer zweimal eiskalt zu.

Das vierte Lausitzer Fußball-Wunder ist perfekt. Mit Mauertaktik und viel Leidenschaft hat sich der FC Energie Cottbus ein 2:0 (1:0) gegen den Hamburger SV erkämpft und sich nach 2001, 2002 und 2007 erneut den Verbleib in der Bundesliga gesichert. Dem HSV dagegen droht nach der bereits verspielten Champions-League-Chance nun sogar der Absturz aus den Uefa-Cup-Rängen. Von den letzten neun Spielen konnten die Hamburger nur ein einziges gewinnen und halten Platz fünf vor den punktgleichen Wolfsburgern und Stuttgartern (alle 51 Zähler) nur noch wegen der besseren Tordifferenz.

Energie mauert sich zum Sieg

Der Kroate Stiven Rivic (29. Minute) und der Däne Dennis Sörensen (83.) machten einen Spieltag vor Saison-Halali den fünften Heimsieg von Energie nacheinander perfekt - und der Jubel im Stadion der Freundschaft kannte nach der erfolgreichen Abwehrschlacht keine Grenzen mehr. Dabei bot der Gastgeber vor 20.000 Fans lange Zeit eine spielerisch bescheidene Heimleistung, glich das aber mit riesigem Kampf aus. Mit nun 36 Punkten bleibt Energie erstklassig.

Sichtbar geschwächt von den Gelb-Sperren der drei defensiven Stammkräfte Cvitanovic, Ziebig und Angelow wirkte die Abwehr der Gastgeber zunächst unsicher. Vor allem die neu zusammengestellte linke Abwehrseite mit dem indisponierten Bosnier Ivan Radeljic produzierte einige schwere Fehler. Doch weder Vincent Kompany, der nur das Außennetz traf (13.), noch Ivica Olic nach bösem Schnitzer von Igor Mitreski (12.) konnten daraus Kapital schlagen. Und Paolo Guerrero brachte sogar das Kunststück fertig, den Ball völlig frei aus zehn Metern nicht im Tor unterzubringen (23.).

Hamburg trifft das Tor nicht

Der HSV, ohne den gesperrten Jerome Boateng, agierte gegen die eigentlich nur verteidigenden Cottbuser viel zu langsam. Und was doch auf das Cottbuser Tor kam, parierte Gerhard Tremmel. Der Energie- Keeper verdiente sich vor allem für seine Paraden gegen Olic (15.) und David Jarolim (18.) Bestnoten. Wie aus heiterem Himmel gingen dann die Lausitzer in Führung: Praktisch bei der ersten gelungenen Offensiv-Aktion passte Dimitar Rangelow, der nach einer Bandscheiben- Operation in diesem Jahr erstmals wieder in der Startelf stand, den Ball geschickt zu Rivic und der Stürmer ließ bei seinem zweiten Bundesliga-Treffer HSV-Torwart Frank Rost keine Chance.

Am Verlauf der Partie änderte auch das 1:0 nichts. Die laschen Gäste hatten im vorletzten Spiel unter Trainer Huub Stevens - der Aufsichtsrat soll nach Medienberichten am Dienstag über die mögliche Verpflichtung des Niederländers Martin Jol als Nachfolger entscheiden - klar die Spielkontrolle. Doch wie schon so oft in der Rückrunde fehlte den Norddeutschen die nötige Konsequenz in den Zweikämpfen und vor allem im Abschluss. Die größte Gefahr für Tremmel gab es noch bei einem Fast-Eigentor von Mariusz Kukielka (52.), der nach Verletzung erstmals in der Rückrunde spielte. Nach einem Konter machte Sörensen die Entscheidung klar. (dpa)

 
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