Neue Hoffnung beim «Club»:
Nürnberg besiegt direkten Konkurrenten
07. Mai 2008 23:14
 |  Befreiender Jubel: Marco Engelhardt (l.) und Javier Pinola | Foto: dpa |
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Für den MSV Duisburg bleibt nach der Niederlage beim FCN nur noch die Hoffnung auf ein Wunder. Die Gastgeber konnten die Erwartungen ihrer Fans zumindest im ersten Durchgang erfüllen.
Mit einer souveränen Vorstellung im Abstiegs-Endspiel gegen den MSV Duisburg hat sich der 1. FC Nürnberg wieder bis auf einen Punkt an das rettende Ufer herangekämpft. Durch Tore von Angelos Charisteas (9.) und Javier Pinola (32.) gewann der «Club» am Mittwoch vor 44.300 Zuschauern mit 2:0 (2:0) und verdrängte die «Zebras» von Platz 16 der Bundesliga.
Gelingt den nur noch einen Zähler hinter Arminia Bielefeld zurückliegenden Nürnbergern am Samstag auch noch ein Sieg bei Hertha BSC, könnte der auf einem Transparent geäußerte Wunsch der Anhänger («Erspart uns Fürth!») doch noch in Erfüllung gehen. Dagegen kann den MSV, der am Wochenende Meister Bayern München erwartet, bei drei Punkten Rückstand auf Rang 15 wohl nur noch ein Wunder vor dem 6. Abstieg aus dem Fußball-Oberhaus retten.
Koller zuversichtlich
«Wir sind wieder da und werden kämpfen bis zum Ende. Mit einer Leistung wie heute ist alles möglich», sagte «Club»-Angreifer Jan Koller, der von den Fans nach dem Wirbel in Dortmund wieder freundlich begrüßt wurde und eine spielerisch wie kämpferisch tadellose Leistung bot.«Die drei Punkte sind sehr wichtig für unser Selbstbewusstsein», ergänzte Torschütze Pinola. Dagegen war Tom Starke angefressen: «Ich bin stinkesauer, was wir hier abgeliefert haben. Das war von der ersten Minute an absolut katastrophal», schimpfte der MSV-Keeper, der an beiden Gegentoren schuldlos war.
Charisteas trifft zum 1:0
Von Druck und Abstiegsangst war bei den Franken nichts zu spüren. Der «Club» lieferte eine seiner besten Saison-Leistungen und feierte völlig verdient den ersten Heimsieg gegen einen Konkurrenten im Kampf um den Liga-Verbleib. Coach Thomas von Heesen setzte voll auf die Karte Offensive. Vor allem die Hereinnahme von Charisteas, der zuletzt nicht mehr in der Startelf zum Zuge gekommen war, zahlte sich aus. In der 9. Minute setzte der griechische Europameister am rechten Flügel zu einem Solo an, schüttelte drei MSV-Abwehrspieler ab und traf zu seinem sechsten Saisontor. Der frühe Treffer verlieh dem FCN Rückenwind. Mit einer blitzschnellen Fußabwehr verhinderte Starke im MSV-Tor ein weiteres Nürnberger Tor durch Koller (17.).
Während das Mittelfeld der Gastgeber, in dem Marek Mintal neben Zvjezdan Misimovic spielte, für viel Druck sorgte, konnte der MSV seine zuletzt gezeigte Stärke auf fremden Plätzen nicht unter Beweis stellen. Nach einer Ballstaffette über Mintal und Koller landete der Ball in der 32. Minute bei Pinola, der mit einem strammen 25 Meter- Schuss in den Torwinkel seinen ersten Bundesliga-Treffer seit Dezember 2006 markierte. Dagegen hatten die Duisburger bis auf einen Schussversuch von Mihai Tararache in der Offensive nichts zu bieten.
Kaum Torgefahr vom MSV
Anders als im Spiel gegen Bielefeld, in dem eine 2:0-Führung verspielt wurde, behielt der «Club» auch in der zweiten Hälfte die Kontrolle über das Spiel. Obwohl MSV-Trainer Rudi Bommer mit Klemen Lavric und Olivier Veigneau zwei frische Kräfte ins Rennen schickte, ging von den Duisburgern wenig Torgefahr aus. Lediglich bei einigen Distanzschüssen musste Daniel Klewer auf der Hut sein. Auf der Gegenseite verhinderte Starke bei Charisteas' Kopfball das 3:0 (53.). (dpa)