«Wölfe» träumen von Europa:
Eintracht unterliegt dem VfL Wolfsburg
07. Mai 2008 23:01
 |  Kein Vorbeikommen: VfL-Keeper Benaglio im Einsatz | Foto: AP |
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Eine abwechslungsreiche Partie entschieden die Niedersachsen dank ihrer Abschlussstärke für sich, Trainer Felix Magath formuliert nach dem Sieg neue Ziele. Bei den Gastgebern scheint im Saison-Endspurt die Luft auszugehen.
Eintracht Frankfurt hat nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie die letzte Chance auf das Erreichen des UI- Cups verspielt, der VfL Wolfsburg darf dagegen weiter auf einen Platz im internationalen Wettbewerb hoffen. Dank des 3:2 (2:1)-Erfolges bei den Hessen liegt das Team von Trainer Felix Magath zwei Spieltage vor Saisonschluss mit 48 Punkten aussichtsreich auf dem siebten Platz der Bundesliga.
Die «Wölfe» haben nun sogar noch den Einzug in den Uefa-Cup im Visier. Vor 45.300 Zuschauern erzielten Grafite (4. Minute), Marcel Schäfer (28.) und Edin Dzeko (79.) am Mittwochabend die Tore für die Gäste. Ioannis Amanatidis (22.) per Foulelfmeter und Markus Weissenberger (61.) glichen zwischenzeitlich jeweils aus.
Sorgen bei der Eintracht
«Es war ein Sieg der Moral», sagte VfL-Coach Felix Magath nach dem wertvollen Auswärts-Dreier und korrigierte gut gelaunt die Saisonziele nach oben: «Jetzt wollen wir in den Uefa-Cup.» Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen war dagegen nach dem erneuten Rückschlag seines Teams, dem «Frische und Geschlossenheit gefehlt» habe, bedient: «Wenn man in sechs Spielen nur einen Punkt holt, kann man nicht sagen, dass man ohne Sorgen ist.» Beide Teams hielten sich nicht lange mit der Vorrede auf und spielten vom Anpfiff weg munter nach vorn. Bereits in der 2. Minute vergab der in der Winterpause ausgeliehene Evangelos Mantzios, der erstmals von Beginn an ran durfte, die Chance zur Eintracht-Führung. Nur 120 Sekunden später schlug es im Tor der Frankfurter ein, als Grafite nach einer Marcelinho-Ecke per Kopf sein zehntes Saisontor erzielte und die 76 mitgereisten VfL-Fans erstmals jubeln ließ.
Chancen auf beiden Seiten
Die Gastgeber ließen sich vom Rückstand jedoch nicht beeindrucken und steckten auch einen zweiten Nackenschlag weg, als Schiedsrichter Peter Sippel (München) einem regulären Tor von Amanatidis (9.) wegen vermeintlicher Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte. Der Ausgleich durch den griechischen Nationalspieler (22.), der einen von Schäfer an Mantzios verwirkten Foulelfmeter sicher verwandelte, war daher mehr als verdient. Danach waren wieder die gefällig kombinierenden Gäste am Zug. Schäfer fasste sich am linken Strafraum-Eck ein Herz und ließ Eintracht-Torwart Markus Pröll mit einem herrlichen Schuss keine Abwehrchance (28.). Frankfurt antwortete auf den erneuten Rückstand mit wütenden Angriffen, Wolfsburg blieb bei Kontern stets gefährlich. Zunächst verzog Mantzios aus elf Metern knapp, auf der Gegenseite scheiterte Dzeko an Pröll.
Dzeko trifft entscheidend
Nach Wiederanpfiff bot sich das gleiche Bild. Wieder hatte Mantzios (47.) die erste Chance, doch Diego Benaglio parierte den Kopfball des Griechen in großartiger Manier. Quasi im Gegenzug wehrte Pröll einen Schuss von Christian Gentner ab, den zurückprallenden Ball setzte Makoto Hasebe aus 16 Metern an die Latte. Nach gut einer Stunde wurden die Bemühungen der Hausherren durch Weissenberger (61.) belohnt, doch der VfL schlug durch Dzeko (79.) entscheidend zurück. (dpa)