07.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Zweikampf im Nordduell: Daniel Jensen (l.) und Jerome Boateng
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mit einem mühsam erkämpften Sieg beim weiter schwächelnden Hamburger SV erobern die Bremer den zweiten Tabellenplatz zurück. Im Abstiegskampf erhalten die Hoffnungen des 1. FC Nürnberg Nahrung, der neue deutsche Meister besiegt Bielefeld souverän.
Werder Bremen hat im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation zwei Spieltage vor dem Saisonende die beste Ausgangsposition. Die Bremer festigten am Mittwoch durch einen wertvollen 1:0-Sieg im Nordderby beim Hamburger SV und nunmehr 60 Punkten den begehrten zweiten Tabellenplatz vor dem FC Schalke 04 (58), der am Dienstag mit einem 3:0-Sieg beim VfL Bochum vorgelegt hatte. Beide Teams sind auch rechnerisch vom HSV nicht mehr einzuholen.
Der schon als deutscher Meister gefeierte FC Bayern München (70) besiegte Arminia Bielefeld mit 2:0. Im Abstiegs-«Endspiel» schöpfte der 1. FC Nürnberg durch das 2:0 gegen den Tabellennachbarn MSV Duisburg neue Hoffnung. Hinter dem Tabellen-15. Bielefeld (32) stehen nun Nürnberg (31), Duisburg (29) und das nach der 0:3-Niederlage in Hannover kaum noch zu rettende «Schlusslicht» FC Hansa Rostock (27) auf den Abstiegsplätzen.
Hartes Spiel in HamburgIm 88. Nordderby lieferten sich die beiden alten Rivalen eine äußerst rustikale Auseinandersetzung, bei der mehrere üble Fouls für Aufregung sorgten. Hamburgs Vincent Kompany und Werder-Schlussmann Tim Wiese hatten Glück, dass sie vor der Pause nicht die Rote Karte sahen.
Kurz nach dem Wechsel gelang Gäste-Stürmer Hugo Almeida (47.) mit einem fulminantem Distanzschuss die Führung, die nach der Gelb- Roten Karte für Frank Baumann (58.) und das Rot für Jurica Vranjes (89., Tätlichkeit) allerdings noch arg in Gefahr geriet. Mit Glück und Geschick nahmen die Bremer den «Dreier» jedoch mit nach Hause.
Nürnberg mit früher FührungIm vorentscheidenden Kellerduell gegen den direkten Konkurrenten MSV Duisburg ging der 1. FC Nürnberg von Beginn an konzentriert zu Werke. Und wurde dafür durch die von Angelos Charisteas (9.) herausgeschossene frühe Führung belohnt. Javier Pinola schaffte mit einem gewaltigen Linksschuss noch vor der Pause das beruhigende 2:0 (32.).
Anders als kürzlich gegen Bielefeld ließ sich der FCN dieses Polster diesmal nicht nehmen und hat nun wieder reelle Chancen, den drohenden siebten Abstieg aus der 1. Liga vielleicht doch noch zu vermeiden.
Podolski trifft für BayernDrei Tage nach dem vorzeitigen Gewinn des 21. Meistertitels kamen die Bayern zum achten Heimsieg in Serie gegen die nun wieder akut in Abstiegsgefahr schwebenden Bielefelder. Nach holprigem Beginn und viel Glück bei einem Gäste-Pfostentreffer von Markus Bollmann schloss Franck Ribéry (26.) den direkten Gegenzug mit seinem zehnten Saisontor zur Bayern-Pausenführung ab. Unmittelbar nach Wiederanpfiff war Nationalspieler Lukas Podolski (47.) zur Stelle und führte mit dem 2:0 die Vorentscheidung herbei.
Leverkusen weiter schwachSeine Chancen auf einen Startplatz auf europäischer Ebene scheint Bayer Leverkusen im Saison-Endspurt zu verspielen. Gegen Hertha BSC musste sich der Werksklub 1:2 geschlagen geben. Torjäger Marko Pantelic (26.) mit seinem 13. Saisontreffer und Sofian Chahed (68./Foulelfmeter) trafen für die Gäste.
Neben den Punkten verlor Bayer auch Nationalspieler Stefan Kießling, der nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah (61.). Lukas Sinkiewicz' Ehrentreffer (89.) kam zu spät.
Wolfsburg hofft auf EuropaEintracht Frankfurt blieb beim 2:3 gegen den VfL Wolfsburg auch im sechsten Punktspiel nacheinander sieglos. Grafite (4.), Marcel Schäfer (28.) und Edin Dzeko (79.) trafen für die «Wölfe», die weiter auf die UI-Cup-Teilnahme hoffen dürfen. Ioannis Amanatidis (22./Foulelfmeter) und Markus Weissenberger (61.) in seinem 150. Bundesliga-Spiel waren auf Seiten der Hessen erfolgreich.
Die Ergebnisse der Mittwochsspiele des 32. Spieltags:
Hamburger SV Werder Bremen 0:1 (0:0)
FC Bayern München Arminia Bielefeld 2:0 (1:0)
1.FC Nürnberg MSV Duisburg 2:0 (2:0)
Bayer Leverkusen Hertha BSC 1:2 (0:1)
Eintracht Frankfurt VfL Wolfsburg 2:3 (1:2)
(dpa/nz)