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DFB handelt neue TV-Verträge aus: 

Geldsegen dank Premiere

05. Mai 2008 18:15
Hält den neuen Vertrag für einen Clou: DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach
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Von den neuen TV-Verträgen des DFB sollen vor allem die Vereine profitieren. Mit dem Einstieg von Premiere in die Übertragung des DFB-Pokals werden die Einnahmen um die Hälfte gesteigert.

Die für den DFB-Pokal qualifizierten Fußballvereine dürfen sich über zusätzliche Einnahmen freuen. Die neuen TV-Verträge des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit ARD und ZDF sowie dem neuen Partner Premiere stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Das bestätigte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach am Montag in Frankfurt beim Sponsors-Medienforum. Vor allem durch den erstmaligen Vertrag mit dem Pay-TV-Sender Premiere gibt es eine mehr als 50-prozentige Steigerung, so dass die TV-Einnahmen im DFB-Pokal auf rund 50 Millionen Euro pro Saison steigen. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von DFB und Deutscher Fußball Liga (DFL) soll die Verteilung des Geldes klären.

«Wir sind die zweiten in Europa», sagte Niersbach zur Höhe der Pokal-Einnahmen. In England betragen sie rund 80 Millionen Euro. 90 Prozent der TV-Einnahmen des Pokals fließen nach Angaben des DFB-Generalsekretärs den Vereinen zu: «Hier geht es weniger um die DFB-Finanzen.» Bisher erhalten Amateurvereine und Profiklubs den gleichen Anteil des in der jeweiligen Runde ausgeschütteten Geldes.

Es gehe nur noch um den Feinschliff bei der Ausformulierung der Verträge, sagte Niersbach, der eine Verkündung in der laufenden Woche für möglich hält. Anschließend werden die Unterlagen ans Kartellamt geschickt. Die Planungen sind so weit fortgeschritten, dass bereits klar ist, dass das ZDF das erste Pokalspiel der neuen Saison am 7. August live übertragen wird.

Premiere übertragt alle Spiele

«ARD und ZDF wird nichts weggenommen», betonte der DFB-Generalsekretär: «Acht Spiele werden wie bisher von ARD und ZDF live übertragen, Premiere kommt hinzu mit der Live-Übertragung von allen 63 Spielen.» Es gebe weiterhin die gewohnte Zusammenfassung der Höhepunkte bei ARD und ZDF. Die zusätzlichen Einnahmen aus dem gestaffelten Vertrag mit dem Pay-TV-Sender sollen pro Saison durchschnittlich rund 17 Millionen Euro betragen.

Bereits jetzt sei zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern und Premiere «die redaktionelle Verständigung herbeigeführt: Das war ein kleines Kunststück.» Es wird pro Saison «eine Auslosung bei Premiere geben, die anderen im Wechsel bei ARD und ZDF».

ARD und ZDF verlängern mit dem DFB

Wie bereits von DFB-Präsident Theo Zwanziger Mitte April angekündigt, erhält der vor der Verlängerung stehende Vertrag mit ARD und ZDF fast den gleichen Umfang wie bisher. Neben den Pokalspielen gehören dazu vor allem die Übertragungen der Länderspiele. Dazu zählen aber auch nach DFB-Angaben die neue 3. Liga, die dreigeteilte Regionalliga sowie bei den Frauen Länderspiele, Bundesliga und Pokal.

Die neuen Dreijahresverträge sollen von der neuen Saison an gelten und lösen den eigentlich noch bis 2009 laufenden Kontrakt mit ARD und ZDF ab. Der zusätzliche Vertrag mit Premiere war «nur mit Zustimmung von ARD und ZDF möglich», erklärte Niersbach: «Das ist der eigentliche Clou.» Damit könne der DFB auch eine Ausschreibung der Rechte umgehen, wie sie ursprünglich geplant gewesen sei. (dpa)

 
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