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Playoff-Aus in der NBA: 

Nowitzkis Mavericks scheitern an New Orleans

30. Apr 2008 09:33
Enttäuscht: Dirk Nowitzki
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Wie im Vorjahr muss das Team um den deutschen Forward bereits nach der ersten Play-off-Runde die Segel streichen. Trotz Favoritenstellung haben die Texaner vier der fünf Partien gegen die Hornets verloren.

Dem Tiefschlag des Vorjahres folgte das nächste Trauma - und nicht der langersehnte Titel. Nachdem die New Orleans Hornets ihnen den Playoff-K.o. versetzt hatten, schlichen Dirk Nowitzki und seine Teamkollegen von den Dallas Mavericks wie begossene Pudel aus der New Orleans Arena. «Der Stich - Hornissen beenden Dallas' Saison», titelte die «Dallas Morning News». Wieder einmal konnten die «Mavs» die in sie gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Erneut steht den Spielern nach dem 94:99 am Dienstag (Ortszeit) bei den Hornets, durch das die Gastgeber die «best of seven»-Serie mit 4:1 für sich entschieden, ein langer Sommer bevor.

«Wenn man so früh in den Playoffs verliert, muss man schauen, was im Sommer verändert werden kann», sagte der völlig frustrierte Nowitzki. «Jetzt sind alle noch emotional zu aufgeheizt, aber der Verein sollte sich umschauen und überlegen, was gemacht werden kann, damit das Team wieder zu einem Titelaspiranten wird», meinte der Würzburger.

Coach Johnson in der Kritik

Für «Mavs»-Coach Avery Johnson dürfte die Pause eine ganze Weile dauern. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass dem erfolglosen Trainer nach dem zweiten Erstrunden-Aus in den Playoffs der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA in Serie von Tlub-Boss Mark Cuban der Stuhl vor die Tür gesetzt wird. Im Vorjahr waren die Mavericks als bestes Team der regulären Saison sang- und klanglos in Runde eins an den Golden State Warriors gescheitert. Doch Johnson ist nicht der einzige, dessen Zukunft ungewiss ist. Auch Spieler wie Jason Kidd oder Josh Howard stehen auf dem Prüfstand.

Nowitzki denkt dagegen trotz der neuerlichen Enttäuschung offensichtlich nicht an einen Abschied aus Dallas. Nach heftiger Kritik in den vergangenen Jahren, als dem deutschen Nationalspieler mangelnde Führungsqualitäten vorgeworfen wurden waren, hat er die Nörgler mundtot gemacht. Trotz seiner schweren Verletzung zum Ende der Hauptrunde biss der 29 Jahre alte Blondschopf auf die Zähne und war in allen Duellen mit den Hornets bester Werfer seines Teams. Im Schnitt kam er in den fünf Partien auf 27 Punkte. Auch am Dienstag war er mit 22 Punkten und 13 Rebounds wieder bester Akteur, spielte die kompletten 48 Minuten durch.

Nowitzki lobt den Gegner

Doch das war zu wenig, um das Überraschungsteam aus New Orleans zu besiegen. Zwar bäumte sich Dallas im Schlussviertel noch einmal gegen das drohende Aus auf und kam nach einem 17-Punkte-Rückstand kurz vor Schluss beim Stand von 94:97 noch einmal auf drei Punkte heran. Doch dann schnappte sich Hornets-Superstar Chris Paul, dem mit 24 Punkten, 15 Assists und 11 Rebounds das erste «Triple Double» seiner noch jungen Playoff-Karriere gelang, den Rebound und passte zu Peja Stojakovic. Der Serbe traf anschließend zwei Freiwürfe und sorgte für die Entscheidung.

«Wir haben einfach über die gesamte Serie nicht gut genug gespielt», urteilte Nowitzki. Wann er die neuerliche Enttäuschung verdaut und bereit für die Olympia-Qualifikation mit der deutschen Nationalmannschaft im Juli sein wird, steht noch in den Sternen. In New Orleans herrschte dagegen Euphorie. Zu Recht, wie Nowitzki fand. «New Orleans ist ein phänomenales Team und zwar schon die gesamte Saison über. Die Hornets haben alles, was man braucht, um eine gute Mannschaft zu sein», lobte Nowitzki, der in Paul seinen «wahrscheinlichen» Nachfolger als «MVP» sah.

Seit Dienstag hat New Orleans offiziell auf jeden Fall den besten Trainer. Byron Scott wurde vor der Partie von der NBA als «Coach of the Year» ausgezeichnet. Im Halbfinale treffen die Hornets auf Titelverteidiger San Antonio Spurs, der Spiel fünf gegen die Phoenix Suns 92:87 gewann und die Serie auch mit 4:1 für sich entschied. (dpa)

 
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