Der Fall Busch und die ausgebliebene Sperre für den 23-Jährigen beschäftigt derweil weiter die Führung des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Vizepräsident Uwe Harnos widersprach Angaben der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) vom Montag, wonach das Urteil bis dahin noch immer nicht zugestellt worden sei. Es sei am vorigen Donnerstag per Post und E-Mail versendet worden. Harnos verwies ferner darauf, der DEB habe gar nicht anders gekonnt, als die viereinhalb Stunden später nachgeholte und negativ ausgefallene Dopingprobe selbst in Auftrag zu geben. Als bei Busch «der Groschen im Hirnkastl gefallen» sei, habe er bei der Nada vergeblich um eine sofortige nachträgliche Probe gebeten. Der Test wäre dann nicht mehr unangemeldet gewesen.
Busch war verwarnt und mit 5000 Euro Geldstrafe belegt worden. Harnos unterstrich, das zuständige Gremium sei vom DEB unabhängig und gemäß des Nada-Codes auch mit Juristen und Ärzten besetzt. Vor allem aber aus inhaltlichen Gründen ist die DEB-Spitze überzeugt, dass ihr Urteil einer Überprüfung standhalten würde. Die Nada hatte angekündigt, den Fall der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) zu melden. (dpa)