Keine Pokal-Überraschung bei den Damen:
1. FFC Frankfurt wird Favoritenrolle gerecht
19.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
«Wir haben keinen Grund, den Gegner leicht zu nehmen», hatte Trainer Hans-Jürgen Tritschoks noch unmittelbar vor dem Match seine Spielerinnen eingeschworen. Seine mit Weltmeisterinnen gespickte Top- Mannschaft startete auch offensiv und hatte bereits nach Sekunden nach einem Lattentreffer von Conny Pohlers die Riesenchance zum 1:0, doch Schiedsrichterin Daniela Schneider gab den Treffer nicht, weil aus ihrer Sicht der Ball nicht im vollen Umfange die Linie überschritten hatte.
Doch fast im Gegenzug der Schock für Frankfurt, als Natalie Budge nach vier Minuten das überraschende 1:0 für den Underdog erzielte. Kapitän Nadine Keßler hatte das Tor mit einem glänzenden Pass in den freien Raum vorbereitet. Erwartungsgemäß bestimmte der 1. FFC danach optisch das Geschehen, entwickelte aber vor dem Tor zunächst nur wenig Gefährlichkeit. So dauerte es nach Lingors Elfmeter-Fehlschuss bis zur 22. Minute, ehe Petra Wimbersky der Ausgleich gelang. Nach schönem Doppelpass lupfte sie den Ball über die Saarbrücker Torhüterin ins Netz.
Auswahl-Kapitän Birgit Prinz schraubte das Resultat schließlich in standesgemäße Höhen. Das blutjunge Team des Bundesliga-Achten aus dem Saarland, das mit einem Durchschnittsalter von knapp 19 Jahren die Zukunft vor sich hat, war das erstmalige Erreichen des Pokal-Finales bereits der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Da die am Kreuzband verletzten Stammspielerinnen Meike Dinger und Stephanie Kaiser ersetzt werden mussten, hatte der von Anbeginn defensiv eingestellte Außenseiter vor allem in der zweiten Halbzeit große Probleme, die permanenten Angriffe der Frankfurterinnen abzuwehren. (Frank Thomas, dpa)

