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Fußball International: 

Blitz-Comeback von Lehmann

14. Apr 2008 10:36
Jens Lehmann (M., gegen Cristiano Ronaldo, l.)
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Unverhofft kommt oft: Drei Tage nach seinem Rundumschlag steht Jens Lehmann überraschend im Tor des FC Arsenal. Die Niederlage bei ManU kann der deutsche Nationalkeeper aber auch nicht verhindern.

Jens Lehmann hat beim FC Arsenal ein überraschendes Comeback erlebt. Deutschlands 38 Jahre alter National-Torhüter stand beim Spiel gegen Spitzenreiter Manchester United zwischen den Pfosten und bot eine überragende Leistung, konnte aber Arsenals 1:2 (0:0)- Niederlage beim Tabellenführer ManU nicht verhindern. Nach dem Ausscheiden in der Champions League mussten die «Gunners» damit auch die Hoffnung auf den englischen Titel endgültig begraben.

Bei Standardsituationen machtlos

Lehmanns 30-jähriger Konkurrent Manuel Almunia hatte wegen einer Handgelenkverletzung passen müssen. Zuvor hatte die Rivalität zwischen beiden einen neuen Höhepunkt erreicht. Almunia hatte Lehmanns kritische Äußerungen an der bisherigen Saison-Leistung des Spaniers mit deftigen Worten gekontert. «Ich weiß, dass er mich hasst», sagte er der britischen Tageszeitung «The Guardian» (Samstag).

In seinem elften Saisoneinsatz bewahrte Lehmann seine Mannschaft in Manchesters Stadion Old Trafford gleich mehrmals vor einem Rückstand. In der 23. und 34. Minute rettete er gegen Torjäger Wayne Rooney. Nachdem Emmanuel Adebayor die Führung für Arsenal gelang (48.), war Lehmann allerdings machtlos, als Cristiano Ronaldo fast im Gegenzug einen von «Gunners»-Kapitän William Gallas verschuldeten Handelfmeter verwandelte (52.). Nach einer weiteren Rettungs-Großtat gegen Rooney musste Lehmann abermals hinter sich greifen, als Ex- Bayer Owen Hargreaves mit einem Freistoß (71.) der Siegtreffer gelang.

Wenger äußert Verständnis

Trainer Arsène Wenger hatte zuvor Verständnis für Lehmanns Situation gezeigt. Er habe nur «respektvolle Meinungsverschiedenheiten» mit dem deutschen Schlussmann gehabt, sagte der Franzose. «Er kämpft um seinen Platz, ich erwarte nicht von ihm, dass er sagt: 'Ja, ich bin froh, dass ich nicht spiele.' Wenn er nicht spielt, ist er unglücklich.»

Alumnia zeigte sich von Lehmanns Kommentaren unbeeindruckt: «Er kann sagen, was er will. Er ist mir egal.» Er habe mit Lehmanns Verhalten «tagtäglich» umgehen müssen, seit dieser zum Saison-Auftakt nach zwei Patzern seinen Stammplatz verloren habe, «und sogar davor», erklärte Almunia.

Am Donnerstag hatte Lehmann seinen Rivalen im «kicker» als eher durchschnittlichen Keeper hingestellt: «Es ist nicht lustig, auf der Bank hinter jemandem zu sitzen, der erst mit 30 angefangen hat zu spielen», sagte der 38 Jahre alte Schlussmann, der - anders als im Klub - in der deutschen Nationalelf die unangefochtene Nummer 1 ist. Wenger hingegen hatte nach wenigen Saisonspielen den Keeper gewechselt und Almunia den Vorzug vor Lehmann gegeben. (dpa)

 
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