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Barcelona verliert Superstar: 

Ronaldinho wechselt zu Berlusconi

11. Apr 2008 12:43
Schwächelnder Ronaldinho wirft bei Barca hin
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Pünktlich zur Wahl in Italien verpflichtet Klubbesitzer Silvio Berlusconi Ronaldinho. Der Weltfußballer der Jahre 2004 und 2005 steht offenbar unmittelbar vor einem Wechsel vom FC Barcelona zum AC Mailand.

In der Nacht zum Freitag verhandelte Ronaldinhos Bruder und Agent Roberto Assis in einem Mailänder Restaurant mit Milans Vize-Präsident Adriano Galliani, der Barca angeblich 20 Millionen Euro Ablösesumme für den Stürmer geboten hat. Barca habe den Brasilianer freigegeben, berichtete die «La Gazzetta dello Sport» am Freitag. Die spanische Presse äußerte sich dagegen zurückhaltender und bestätigte lediglich die Verhandlungen.

16 Millionen pro Jahr

«Und für uns kommt nur ein Wechsel zu Milan infrage», zitierte Italiens größte Sporttageszeitung Ronaldinhos Agenten. Milans Lokalrivale Inter Mailand, der sogar 25 Millionen Ablöse hinblättern wollte, hat wohl genauso das Nachsehen wie Manchester City. Insgesamt wird Milan der Ronaldinho-Transfer schätzungsweise 84 Millionen Euro kosten. 20 Millionen Ablöse und 64 Millionen für das von Ronaldinho geforderte Spielergehalt in den nächsten vier Jahren. Um dem 28-Jährigen die verlangten acht Millionen Euro netto pro Jahr auf den Tisch legen zu können, muss Milan 16 Millionen Euro brutto einplanen.

Chefsache

Kein Problem für den reichen Club von Italiens Medienmogul Silvio Berlusconi. Der hatte die Ronaldinho-Verpflichtung höchstpersönlich vorangetrieben. Ronaldinho muss her, koste es was es wolle. Noch eine Saison ohne Titelgewinn will der erfolgsverwöhnte Politiker nicht hinnehmen. Deshalb traf sich der Vereinsboss vergangene Woche sogar selbst mit Ronaldinhos Bruder in Mailand zum Abendessen. Danach bekräftigte Berlusconi noch zuversichtlicher, was er schon seit Wochen sagt: «Wenn Ronaldinho Barcelona verlässt, kommt er zu uns.»

Ronaldo-Ersatz

Milan muss aufrüsten, zumal Ronaldo nach seiner erneuten Knie-Operation womöglich gar nicht mehr ins Team zurückkehrt. Da kommt Ronaldinho gerade recht. Dass der in Spanien zusehends in Ungnade gefallen ist, man ihm ein ausschweifendes Nachtleben und sogar Simulantentum vorwirft, stört Milan nicht. Auch sein gerade erlittener Muskelfaserriss, der für Ronaldinho das vorzeitige Saisonende bedeutet, ficht Milan nicht an.

Schewtschenko als Dreingabe

Berlusconi hat sich Ronaldinho in den Kopf gesetzt, ebenso wie Ex-Milan-Stürmer Andrej Schewtschenko. Der beim FC Chelsea ausgemusterte Ukrainer ist Berlusconis Liebling. Milan-Trainer Carlo Ancelotti hatte sich lange gegen eine Rückkehr «Schewas» gesträubt, nun aber gab er unter Berlusconis Druck klein bei. «Für Andrej stehen die Türen offen», bestätigte Galliani. (nz/dpa)

 
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