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Tod eines Fußball-Fans: 

Parma-Tifoso von Turiner Fan-Bus überfahren

30. Mrz 2008 16:05, ergänzt 17:05
Trauer statt Tore: Einsamer Fan vor dem Turiner Olympiastadion nach der Absage
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Die Serie von Tragödien im italienischen Fußball reißt nicht ab. Im Vorfeld der Begegnung des AC Parma gegen Juventus Turin starb ein junger Mann auf einem Autobahnrastplatz, die Partie wurde anschließend abgesagt.

Der von Skandalen und Fan-Gewalt überschattete Fußball in Italien beklagt den zweiten Toten in dieser Saison. Nachdem im vergangenen Herbst ein Lazio Rom-Fan von einem Polizisten erschossen worden war, wurde am Sonntag ein 28-jähriger Anhänger des AC Parma von einem Turiner Fan-Bus überfahren. «Aus Respekt vor dem Verunglückten» und wohl auch aus Angst vor erneuten Ausschreitungen sagten Juve und Parma ihre Partie daraufhin wenige Minuten vor dem Anpfiff am Sonntagnachmittag ab.

«Dies war die einzig logische Entscheidung», sagte Juve-Präsident Giovanni Cobolli Gigli. Das Spiel wird voraussichtlich am 16. April nachgeholt. Bei den anderen Erstligaspielen wurde dem Toten am Sonntag in einer Schweigeminute gedacht.

Nach Angaben des italienischen Fernsehens war der Parma-Fan auf dem Autobahnrastplatz Crocetta in der Nähe von Turin unter den Bus geraten. Zunächst sollen Parma-Fans den Juve-Bus angegriffen haben, daraufhin habe der Busfahrer Gas gegeben, um zu flüchten. Die Polizei habe den Bus nach einigen Kilometern auf der Autobahn gestoppt. Der Busfahrer habe dort angegeben, nichts von dem tödlichen Unfall bemerkt zu haben.

Inter und Roma im Gleichschritt

Der neuerliche Todesfall überschattete den 31. Spieltag, an dem sich der schwächelnde Meister Inter Mailand ein Stück weiter in Richtung Titelverteidigung schleppte. Sieben Spieltage vor Ende der italienischen Serie A behauptete der Spitzenreiter seinen Vier-Punkte-Vorsprung vor dem AS Rom, der vor dem Champions League- Viertelfinale am Dienstag gegen Manchester United seinen Kapitän und Spielmacher Francesco Totti mit einer Verletzung verlor.

Die Mailänder erreichten bei Lazio Rom ebenso ein 1:1 wie die Römer bei US Cagliari. «Sicher sind wir etwas müde und nicht gerade brillant», gab Inter-Trainer Roberto Mancini zu, der dritte Meistertitel in Folge rückt dennoch immer näher. «Das war eine sehr wichtige Prüfung für uns», wertete Inters Torschütze Hernan Crespo den einen Punkt in Rom als Erfolg. Der Argentinier hatte Inter in der elften Minute in Führung gebracht, Tommaso Rocchi gelang in der 59. Minute der Ausgleich für Lazio.

Für den AS Rom rettete Francesco Totti mit seinem Ausgleichstor in der 45. Minute zumindest den einen Punkt. Die Chance, näher an Inter heranzurücken. vergaben die Römer indes. «Jetzt denken wir an unser Champions League-Spiel gegen Manchester», richtete Roms Trainer Luciano Spalletti den Blick nach vorn. (dpa)

 
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