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Beim ATP-Masters in Indian Wells: 

Haas mit geglückter Revanche

20. Mrz 2008 09:39
Aggressiver aufgetreten: Thomas Haas
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Auf der Toilette fand der deutsche Tennis-Profi die richtige Taktik gegen den Schotten Andy Murray. Im Viertelfinale steht Haas nun vor einer ganz besonderen Aufgabe.

Dank einer erfolgreichen «Toiletten-Pause» hat Thomas Haas seine Siegesserie beim ATP-Masters-Turnier in Indian Wells ausgebaut. Am Mittwoch schlug der Wahl-Amerikaner im Achtelfinale den Schotten Andy Murray in einer spannenden Begegnung mit 2:6, 7:5, 6:3 und revanchierte sich somit für die Drei-Satz-Niederlage vor einem Jahr im Viertelfinale an gleicher Stelle. Dabei war Haas, der wie Murray nach seinem Drittrundenmatch am Dienstag nur 16 Stunden Pause hatte, gegen den Weltranglisten-Elften zunächst chancenlos und verlor den ersten Satz nach 33 Minuten klar mit 2:6.

«Ich war überhaupt nicht zufrieden mit meiner Leistung, habe dann eine Toiletten-Pause eingelegt und mir dabei gesagt, dass ich einfach aggressiver auftreten muss - das hat dann geklappt», freute sich der 29-Jährige, der sich im zweiten Durchgang nicht davon irritieren ließ, dass er bei einer 5:3-Führung sein Service verlor.

Viertelfinale gegen Federer

Der dritte Satz wurde dann zu einer reinen Willensfrage. Bis zum 3:3 vergab Murray vier und Haas zwei Breakbälle. Die Entscheidung fiel, als der Deutsche dem 20-Jährigen bei einer 4:3-Führung den Aufschlag abnahm. Nach 2:13 Stunden nutzte er schließlich seinen zweiten Matchball zum größten Triumph seit seiner Schulteroperation am 16. November. Als «Belohnung» trifft Haas jetzt im Viertelfinale auf den Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus der Schweiz, der sich gegen den Kroaten Ivan Ljubicic mit 6:3, 6:4 durchsetzte.

«Es ist immer großartig gegen Roger zu spielen. Ich denke, wenn ich einfach rausgehe, mein Tennis spiele und einige Big Points mache, habe ich vielleicht eine Chance», sagte Haas. Wie er hat sich auch Rafael Nadal durch eine erfolgreiche Revanche in die Runde der letzten Acht gespielt. Der Titelverteidiger aus Spanien besiegte Jo- Wilfried Tsonga im längsten Match des Tages nach 3:04 Stunden mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:3), 7:5. Der Franzose hatte Nadal noch im Halbfinale der Australien Open düpert und im dritten Satz bereits mit 5:2 geführt.

Nadal lobt Tsonga

«Ich kämpfe immer und um jeden Punkt. Aber diesmal hatte ich Glück. Denn wenn du mit 2:5 gegen so einen starken Aufschläger wie Tsonga zurückliegst, verlierst du normalerweise mit 3:6. Dieser Sieg war so wichtig für mich und gibt mir ganz viel Selbstbewusstsein», sagte Nadal, der jetzt gegen James Blake aus den USA spielt. Tsonga habe eine unglaubliche Vorhand und könne in die Top drei oder vier vorstoßen, lobte er seinen Kontrahenten, den diese Worte jedoch wenig trösteten. (nz/dpa)

 
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