Der dritte Satz wurde dann zu einer reinen Willensfrage. Bis zum 3:3 vergab Murray vier und Haas zwei Breakbälle. Die Entscheidung fiel, als der Deutsche dem 20-Jährigen bei einer 4:3-Führung den Aufschlag abnahm. Nach 2:13 Stunden nutzte er schließlich seinen zweiten Matchball zum größten Triumph seit seiner Schulteroperation am 16. November. Als «Belohnung» trifft Haas jetzt im Viertelfinale auf den Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus der Schweiz, der sich gegen den Kroaten Ivan Ljubicic mit 6:3, 6:4 durchsetzte. «Es ist immer großartig gegen Roger zu spielen. Ich denke, wenn ich einfach rausgehe, mein Tennis spiele und einige Big Points mache, habe ich vielleicht eine Chance», sagte Haas. Wie er hat sich auch Rafael Nadal durch eine erfolgreiche Revanche in die Runde der letzten Acht gespielt. Der Titelverteidiger aus Spanien besiegte Jo- Wilfried Tsonga im längsten Match des Tages nach 3:04 Stunden mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:3), 7:5. Der Franzose hatte Nadal noch im Halbfinale der Australien Open düpert und im dritten Satz bereits mit 5:2 geführt.