Chaos-Rennen in «Down under»:
Hamilton vor Heidfeld und Rosberg
16.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
«Ich fühle mich fantastisch. Ich danke meinem Team für ein tolles Auto und eine perfekte Strategie. Ich bin überglücklich für alle, die so hart gearbeitet haben», meinte Räikkönen-Rivale Hamilton, der mit seinem Kumpel und Ex-Kartkollegen Rosberg (Wiesbaden) Freudentänze vor der Siegerehrung vollführte. «Das ist ein fantastischer Start in die Saison, wenn man bedenkt, was wir für Probleme hatten in der Wintersaison», sagte der Mönchengladbacher Heidfeld erleichtert. «Mit den Jungs hier oben auf dem Podium zu stehen ist toll. Ich freu mich tierisch für das gesamte Team», erklärte der 22 Jahre alte Blondschopf Rosberg. «Ich bin happy für ihn», grüßte sein Vater und «Premiere»-Experte Keke Rosberg, der mit Williams 1982 Weltmeister geworden war, via TV.
Hamilton dagegen erwischte einen Auftakt nach Maß. Vom Start weg diktierte er auch dank seiner siebten Pole Position das Rennen. Er siegte nach 58 Runden auf dem 5,303 Kilometer langen Kurs und 307,574 Kilometer in 1:34:50:616 Stunden und hatte 5,478 Sekunden Vorsprung auf Heidfeld. «Wir sind begeistert, dass wir vorne sind. Schade, dass es nicht auch mit Platz zwei geklappt hat», sagte McLaren-Mercedes- Teamchef Ron Dennis.
Der große Verlierer war Ferrari. Weltmeister Räikkönen war nach der missglückten Qualifikation nur von Platz 15 ins Rennen gegangen. Der Finne konnte sich zwar bis auf den dritten Rang vorarbeiten. Doch bei Überholmanövern gegen seinen Landsmann Kovalainen in der 29. und später gegen Toyota-Fahrer Glock in der 44. Runde landete er jeweils neben der Strecke und schied in der 55. Runde aus. Nicht viel besser erging es Teamkollege Massa. Erst rutschte der Brasilianer in der ersten Runde von der Strecke, in der 31. Runde blieb sein Auto mit Problemen stehen. Schon beim zweiten von 18 Rennen in der kommenden Woche in Sepang in Malaysia steht die Scuderia damit unter Druck.
Das offizielle Endergebnis:
Grand Prix von Australien in Melbourne (58 Runden á 5,303
km/307,574 km):
1. Lewis Hamilton (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:34:50,616 Std.
(Schnitt: 194,577 km/h)
2. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) BMW-Sauber + 5,478 Sek. Sek.
3. Nico Rosberg (Wiesbaden) Williams + 8,163
4. Fernando Alonso (Spanien) Renault + 17,181
5. Heikki Kovalainen (Finnland) McLaren-Mercedes + 18,014
6. Kazuki Nakajima (Japan) Williams + 1 Runde
7. Sébastien Bourdais (Frankreich) Toro Rosso + 3 Runden
8. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari + 5 Runden
Ausfälle:
Jenson Button (Großbritannien) Honda (1. Runde/Defekt)
Anthony Davidson (Großbritannien) Super Aguri (1. Runde/Kollision)
Giancarlo Fisichella (Italien) Force India (1. Runde/Kollision)
Sebastian Vettel (Heppenheim) Toro Rosso (1. Runde/Kollision)
Mark Webber (Australien) Red Bull (1. Runde/Kollision)
Adrian Sutil (Gräfelfing) Force India (9. Runde/Hydraulik)
Jarno Trulli (Italien) Toyota (20. Runde/Defekt)
David Coulthard (Großbritannien) Red Bull (26. Runde/Kollision)
Felipe Massa (Brasilien) Ferrari (30. Runde/Defekt)
Nelson Piquet Jr. (Brasilien) Renault (31. Runde/Defekt)
Takuma Sato (Japan) Super Aguri (33. Runde/Defekt)
Timo Glock (Wersau) Toyota (44. Runde/Unfall)
Robert Kubica (Polen) BMW-Sauber (48. Runde/Kollision)
Disqualifiziert:
Rubens Barrichello (Brasilien) Honda Boxengasse bei Rot verlassen
Schnellste Rennrunde:
Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes) 1:27,418 Min.
Pole Position:
Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 1:26,714 Min.
(dpa)

