Deutsche Top-Segler bald ohne Job:
Team Germany wird aufgelöst
Sportchef Jochen Schümann hatte bis zuletzt für den Weiterbetrieb des Teams gekämpft, das nun vorerst ohne Anstellung dasteht. Der zweimalige America's Cup-Sieger sagte der dpa: «Ich bin nicht ohne Verständnis für die Entscheidung, aber es ist natürlich hart, ohne Training und Entwicklung weiter nach vorne zu kommen. Die Entscheidung unserer Partner ist verständlich, aber nicht richtig und natürlich für uns als Team schwer zu akzeptieren.»
Eine Kerntruppe in Schümanns Team bemüht sich derzeit intensiv um Alternativ-Projekte für die Saison 2008. Im Gespräch ist eine Grand- Prix-Serie auf den bisherigen America's Cup-Yachten in mehreren europäischen Hafenstädten nach dem Vorbild des 2006 vor Kiel ausgetragenen German Sailing Grand Prix.
Die Hoffnungen auf eine Grand-Prix-Serie noch in diesem Jahr hält Team Germanys Marketing-Chef Mirko Gröschner, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft, für berechtigt: «Es gibt Interesse von vier europäischen Veranstaltern, darunter Kiel, Triest und Valencia.»
Im Ringen um die Macht im America's Cup zwischen Cup-Verteidiger Alinghi und dem US-Segelrennstall BMW Oracle Racing wird seit Wochen auf die Entscheidung des Obersten New Yorker Landesgerichts gewartet. Für zusätzliche Komplikationen sorgte eine von Team New Zealand in der vergangenen Woche gegen Alinghi eingereichte Schadenersatzklage in zweistelliger Millionenhöhe. (Tatjana Pokorny, dpa)

