Tischtennis-WM in China: 

netzeitung.deDamen- und Herrenteams in der Erfolgsspur

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Christian Süß. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Christian Süß.
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Bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Guangzhou überstehen die beide Teams auch den zweiten Tag in mit weißen Westen. Die Herren siegen auch ohne Starspieler Timo Boll.

Die Damen qualifizierten sich mit Siegen gegen Österreich (3:0) und Weißrussland (3:2) vorzeitig für das Achtelfinale, und der weiterhin unbesiegte EM-Dritte Dimitrij Owtcharow (Düsseldorf) führte die Herren am Montag zu einem hart umkämpften 3:1-Sieg gegen Serbien. Das Europameister-Team zeigte sich für die wichtige Partie um Platz eins in der Gruppe C gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Japaner am Mittwoch gut gerüstet.

«Wir hatten keine Zeit zum Rechnen und sind froh, dass wir die Scharte von der WM 2006 in Bremen auswetzen konnten. Das ist kaum zu fassen. Das ganze Team ist euphorisch», kommentierte Damen-Coach Jörg Bitzigeio die Leistungssteigerung der verjüngten deutschen Auswahl.

Marathonpartie
Nach der 210 Minuten langen Marathon-Partie gegen Weißrussland kämpft das Team um die überragende Weltranglisten-17. Wu Jiaduo (Kroppach) nun an diesem Dienstag (06.00 Uhr) gegen den Favoriten Hongkong sogar um den Gruppensieg. Er würde die direkte Qualifikation für das Viertelfinale für den WM-Elften von 2006 bedeuten.

«Ich habe mich richtig durchgebissen. Es war schwer, den Rhythmus zu finden», kommentierte Christian Süß (Düsseldorf) seinen Fünf-Satz- Sieg gegen den serbischen Spitzenspieler Aleksandar Karakasevic. Der Bundesligaakteur aus Plüderhausen leistete auch gegen Owtcharow starke Gegenwehr, ehe der vierte WM-Einzelsieg des neuen deutschen Hoffnungsträgers feststand. «Gut, dass es noch reichte. Das hätte auch ins Auge gehen können», sagte Herren-Bundestrainer Richard Prause nach dem spannenden Match.

Es geht auch ohne Boll
Seine Mannschaft hat bisher den Ausfall des verletzten Europameisters Timo Boll (Düsseldorf) glänzend überstanden. Die erneute Niederlage von Bastian Steger (Frickenhausen) fiel nicht ins Gewicht. «Er hat in entscheidenden Phasen zu viele leichte Fehler gemacht», urteilte Prause. Gegen die sieglosen Franzosen kann sich an diesem Dienstag (12.30 Uhr) Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (Jülich) Hoffnungen auf seinen ersten WM-Einsatz in Guangzhou machen.

«Wir haben mutig aufgestellt und Recht behalten. Das Team hat gezeigt, was es drauf hat. Das war wichtig», sagte Damen-Coach Bitzigeio. Bei der Revanche gegen Österreich - die Alpenrepublik hatte die DTTB-Damen vor zwei Jahren in Bremen gleich zweimal besiegt - überzeugte vor allem die 21-jährige Zhenqi Barthel (Holsterhausen) mit einem 3:1 über Ex-Europameisterin Liu Jia, die in der Weltrangliste 78 Plätze besser auf Position 16 eingestuft ist.

Gegen Weißrussland behielten die Routiniers Wu Jiaduo (Kroppach/2) und Elke Wosik (Busenbach/1) in vielen kniffligen Situationen Ruhe und Übersicht. Die gebürtige Chinesin Wu verwandelte im letzten Einzel beim Stand von 2:2 und 11:10 im letzten Satz ihren zweiten Matchball zum viel umjubelten Sieg. (nz/dpa)