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Ende der Arbeit in Nigeria: 

Vogts schmeißt die Brocken hin

20. Feb 2008 14:41, ergänzt 15:39
Berti Vogts
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Zwei Wochen nach dem Ausscheiden beim Afrika Cup räumt Berti Vogts den Posten des nigerianischen Nationaltrainers. «Es ist zu viel passiert», begründet der Coach seine Entscheidung geheimnisvoll.

Berti Vogts hat nach 13 Monaten als Trainer der nigerianischen Fußball-Nationalmannschaft das Handtuch geworfen und seinen bis 2010 datierten Vertrag fristlos gekündigt. «Es ist zu viel während und nach dem Afrika Cup passiert. Ich habe vor allem kein Vertrauen zum Präsidenten des nigerianischen Verbandes mehr», sagte der 61 Jahre alte Ex-Bundestrainer der Deutschen Presse- Agentur dpa am Mittwoch. «Eine weitere Zusammenarbeit ist unmöglich.» Nigeria war beim Afrika Cup bereits im Viertelfinale gegen Gastgeber Ghana ausgeschieden. Vogts hatte im Januar 2007 das Amt des Nationaltrainers in Nigeria übernommen und sollte das Land zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika führen.

Zerwürfnis mit dem Verbandspräsidenten

«Die Arbeit mit den Spielern hat mir sehr viel Spaß. Sie hat mir auch die Freude am Fußball zurückgegeben», sagte Vogts. Einzelheiten über die Vorkommnisse und über das Zerwürfnis mit Nigerias Verbandspräsident Sanni Lulu wollte er nicht nennen. Allerdings hatte Lulu mit Äußerungen in Richtung des Deutschen («Die Spieler haben ihr Bestes gegeben, auch der Verband hat alles getan. Also kann nur eine Sache falsch sein...») einer Trennung Vorschub geleistet. Als potenzielle Nachfolger von Vogts werden die nigerianischen Ex-Profis Stephan Keshi und Sunday Oliseh, der einst in der Bundesliga für den 1. FC Köln, Borussia Dortmund und den VfL Bochum spielte, gehandelt.

Vogts' Trainerzukunft: «Das wird man nun sehen»

Berti Vogts wollte das Heft des Handelns in der Hand behalten und mit seiner Kündigung wohl einer Entlassung durch die Nigerian Football Association zuvorkommen. «Das entscheide ich allein», hatte Vogts nach seiner Rückkehr vom Afrika Cup nach Deutschland betont. Dass er bei einem frühzeitigen Ausscheiden der «Super Eagles» bei der kontinentalen Meisterschaft mit einem Rauswurf rechnen musste, waren ihm und seinem Trainerassistenten Steffen Freund und Torwart-Trainer Uli Stein klar. «Das Land erwartet den Titelgewinn - ohne Gegentor», wusste Vogts um den Erfolgsdruck. Über seine Zukunft als Trainer äußerte er sich zurückhaltend: «Das wird man nun sehen.»

Für den 96-maligen Nationalspieler ist Nigeria die fünfte Cheftrainer-Station gewesen. Von 1990 bis 1998 war er Bundestrainer und feierte mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1996 seinen größten Erfolg. Danach folgten Kurzgastspiele beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen (November 2000 bis Mai 2001) und als Nationalcoach von Kuwait. Sein Engagement als schottischer Nationaltrainer (2002 bis 2004) endete nach dem Scheitern in der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. (dpa)

 
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