Berti Vogts wollte das Heft des Handelns in der Hand behalten und mit seiner Kündigung wohl einer Entlassung durch die Nigerian Football Association zuvorkommen. «Das entscheide ich allein», hatte Vogts nach seiner Rückkehr vom Afrika Cup nach Deutschland betont. Dass er bei einem frühzeitigen Ausscheiden der «Super Eagles» bei der kontinentalen Meisterschaft mit einem Rauswurf rechnen musste, waren ihm und seinem Trainerassistenten Steffen Freund und Torwart-Trainer Uli Stein klar. «Das Land erwartet den Titelgewinn - ohne Gegentor», wusste Vogts um den Erfolgsdruck. Über seine Zukunft als Trainer äußerte er sich zurückhaltend: «Das wird man nun sehen.»Für den 96-maligen Nationalspieler ist Nigeria die fünfte Cheftrainer-Station gewesen. Von 1990 bis 1998 war er Bundestrainer und feierte mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1996 seinen größten Erfolg. Danach folgten Kurzgastspiele beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen (November 2000 bis Mai 2001) und als Nationalcoach von Kuwait. Sein Engagement als schottischer Nationaltrainer (2002 bis 2004) endete nach dem Scheitern in der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. (dpa)