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Süd- und Nordkoreaner gemeinsam nach Peking

05. Feb 2008 15:52
Mit der Bahn soll die Fan-Delegation nach Peking reisen
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Zumindest die Sport-Fans der gespaltenen Nation sollen als Team zu den Olympischen Spielen fahren. Über die Entsendung einer gemeinsamen Mannschaft wird noch verhandelt.

Süd- und Nordkorea wollen zu den Olympischen Spielen in Peking im August eine gemeinsame Fan-Delegation mit dem Zug nach China schicken. Wie das Vereinigungsministerium in Seoul am Dienstag mitteilte, einigten sich Vertreter beider Länder bei einem Treffen am Montag in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong auf die Entsendung von insgesamt 600 Fans und Begleitern. «Beide Seiten werden sich beraten und dann festlegen, welche Anfeuerungslieder, Uniformen, Gegenstände und Methoden genutzt werden», hieß es. Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre es das erste Mal seit dem Korea-Krieg (1950- 53), dass Südkoreaner durch Nordkorea bis zur Grenze nach China reisen könnten.

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  • Die gemeinsame Delegation soll in zwei Gruppen von jeweils 150 Süd- und 150 Nordkoreanern aufgeteilt werden. Eine Gruppe soll bei der Eröffnung am 8. August dabei sein und während der ersten acht Wettbewerbstage die Teams beider Länder anfeuern. Die zweite Gruppe soll zur zweiten Hälfte anreisen und die Schlusszeremonie am 24. August miterleben können. Die Südkoreaner sollen möglichst in beiden Fällen zunächst auf den bereits wiederhergestellten Schienenverbindungen über die schwer bewachte Grenze nach Nordkorea und von dort zusammen mit ihren nordkoreanischen Gegenüber nach China reisen. Beide Länder müssten jedoch noch weiter über die «Wege des Zuggebrauchs, den Zugtyp und die Anfeuerungsmethoden» beraten.

    «Irrationale Sturheit»

    Ungelöst bleibt unterdessen nach wie vor die Frage der geplanten Bildung eines gemeinsamen Athletenteams für die Spiele. Seit dem vergangenen Jahr habe es seines Wissens keinen Fortschritt gegeben, sagte ein Vertreter des Nationalen Olympischen Komitees (Nok) in Seoul. Das Thema war allerdings auch nicht Gegenstand des Treffens in Kaesong.

    Das nordkoreanische Nok hatte Südkorea im vergangenen April vorgeworfen, durch «irrationale Sturheit» eine gesamtkoreanische Mannschaft in Peking zu verhindern. Südkorea bestand bisher darauf, die Athleten auf der Basis der erbrachten Leistungen auszuwählen. Nordkorea sprach sich für eine gleiche Repräsentation aus. Beide Seiten hatten sich bereits im November 2005 prinzipiell darauf geeinigt, zum ersten Mal seit der Teilung der koreanischen Halbinsel vor mehr als einem halben Jahrhundert mit einem Team bei Olympischen Spielen anzutreten. (dpa)

     
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