netzeitung.deBayern souverän, Hansa fliegt raus

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Luca Toni (l.) trifft gegen Wuppertal zum 4:2 (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Luca Toni (l.) trifft gegen Wuppertal zum 4:2
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Der FC Bayern sowie die Zweitligisten Hoffenheim und 1860 München stehen im DFB-Pokal-Viertelfinale. Während sich Rostock kräftig blamierte, schafften die «Löwen» in Aachen ein sensationelles Comeback.

Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern München und die Zweitligisten 1860 München und 1899 Hoffenheim stehen im Viertelfinale des DFB-Pokals. Hoffenheim versetzte am Dienstagabend im Achtelfinale dem Fußball-Bundesligisten Hansa Rostock mit 2:1 (1:0) den K.o. 1860 München setzte sich in einer turbulenten Schlussphase nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 bei Alemania Aachen durch. Die Bayern hatten beim 5:2 (2:2) beim Regionalligisten Wuppertaler SV nur in der ersten Halbzeit Mühe, müssen sich für die kommenden Aufgaben insgesamt aber noch steigern.

Halbzeit-Standpauke von Hitzfeld
Bayern München bewältigte seine erste Pflichtaufgabe des Jahres glanzlos aber letztlich souverän und kann weiter auf das Titeltriple hoffen. Drei Tage vor dem Saisonstart in der Bundesliga bei Hansa Rostock setzte sich der Rekordchampion gegen den Wuppertaler SV Borussia dank der Treffsicherheit seiner Offensivabteilung am Ende doch klar durch. Gegen den wacker kämpfenden Drittligisten trafen vor 61.482 Zuschauern in der ausverkauften Gelsenkirchener Veltins Arena Miroslav Klose (14./27. Minute), Daniel van Buyten (50.), Luca Toni (53.) und Hamit Altintop (88.). Die Wuppertaler schlugen sich achtbar und schafften durch die Tore von Tobias Damm (26.) und Mahir Saglik (29.) zwei Mal den Ausgleich.

«Nach dem 2:2 haben wir gedacht, das kann doch nicht wahr sein. Dann hat der Trainer ein paar Sätze in der Kabine gesagt, und dann ging es wieder. Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit die Warnung des Trainers nicht ernst genommen», sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß. «Nach der Pause hat man nicht mehr viel von Wuppertal gesehen», zeigte sich Trainer Ottmar Hitzfeld erleichtert. WSV-Manager Georg Kreß sah eine versäumte Chance: «Ich bin schon enttäuscht. Nach dem 2:3 ließen die Kräfte nach. Die Bayern haben dann dominiert.»

Hoffenheim düpiert Hansa
Zweitliga-Dorfverein 1899 Hoffenheim steht zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale des DFB-Pokals. Per Nilsson hatte Hoffenheim am Dienstag in der 12. Minute vor 5.835 Zuschauern in Führung gebracht, die Rostocks Kapitän Enrico Kern (52.) ausglich. Hansa-Abwehrspieler Orestes (71.) sorgte mit einem Eigentor für den Siegtreffer des finanzkräftigen und vom Milliardär Dietmar Hopp unterstützen Klubs. Sejad Salihovic verschoss in der Nachspielzeit für die Gastgeber noch einen Foulelfmeter.

«Wir waren in jedem Fall die dümmere Mannschaft. Bei den Gegentoren haben wir kräftig mitgeholfen», tadelte Hansa Trainer Frank Pagelsdorf sein Team, das auf den rot-gesperrten Neuzugang Gledson verzichten musste. «Der Unterschied war, dass wir gewinnen wollten», beschrieb der von Red Bull Salzburg verpflichtete Torwart Ramazan Öczan das Hoffenheimer Erfolgsrezept. «Rostock hatte in der ersten Halbzeit gegen uns keine Chance», jubelte 1899-Präsident Peter Hofmann.

Aachen verschenkt in sechs Minuten den Sieg
Beim Pflichtspieldebüt ihres neuen Trainers Jürgen Seeberger mussten die Fußball-Profis des entzauberten DFB-Pokalschrecks Alemannia Aachen gegen den Zweitliga-Konkurrenten TSV 1860 München am Ende doch noch klein beigeben. Die «Löwen» drehten in einer turbulenten Schlussphase innerhalb von sechs Minuten einen 0:2-Rückstand mit Treffern von Schwarz (83.), Kucukovicz (85.) und Johnson (89.) noch zum Sieg. Für den dreimaligen Pokalfinalisten Aachen, der durch Kolew (10.) und Ebbers (40.) mit 2:0 in Führung gegangen war, war das schmerzliche Aus nach dem Erstliga-Abstieg und dem schlechten Saisonverlauf ein weiterer herber Dämpfer.

«Wir wussten, dass wir eine Option haben, wenn wir den Anschlusstreffer schaffen», dokumentierte der Münchner Coach Marco Kurz, dass er und sein Team trotz des lange währenden Rückstands immer an den Sieg glaubten. «Das 2:2 war eine fatale Geschichte. Danach verloren wir die Ordnung gänzlich und konnten uns nicht in die Verlängerung retten», kommentierte Seeberger das 2:3. (nz/dpa)