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Matthäus bekommt eigenen Trainer-Lehrgang

26. Jan 2008 13:16
Lothar Matthäus
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Lothar Matthäus will weiterhin mit aller Macht einen Trainerstuhl in der Fußball-Bundesliga ergattern. Der Deutsche Fußball-Bund greift dem Rekordnationalspieler dabei nun tatkräftiger unter die Arme.

Lothar Matthäus bekommt einen eigenen Trainer-Lehrgang. Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beschloss einstimmig, dass der Weltmeister von 1990 und Rekordnationalspieler zwischen Februar und Mai dieses Jahres einen «speziell für ihn gestalteten Sonderlehrgang unter Leitung von Erich Rutemöller besuchen» dürfe. Dies teilte der DFB am Samstag mit.

«Außergewöhnlichen Verdienste» gewürdigt

«Mit dem Angebot eines allein für ihn durchgeführten Lehrgangs würdigt der DFB Lothars außergewöhnliche Verdienste um den deutschen Fußball», sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. Eine wesentliche Rolle spiele zudem die Tatsache, dass Matthäus bereits seit 2001 als Trainer tätig sei, so Niersbach weiter. Unter anderem coachte der ehemalige Bundesliga-Profi und 150-malige Nationalspieler die Auswahl Ungarns. Derzeit ist der 46-jährige Matthäus indes ohne Trainerjob. Zuletzt soll er angeblich als iranischer Nationaltrainer im Gespräch gewesen sein.

Eine sorgfältige Prüfung auch in Abstimmung mit der Europäischen Fußball-Union Uefa habe ergeben, dass alle Kriterien erfüllt seien, erklärte Niersbach weiter mit Blick auf den Sonderlehrgang, den es künftig nicht mehr geben soll. Von diesem Sommer an gelten die neuen Aufnahme- und Rahmenbedingungen für die Fußball-Lehrer-Ausbildung, die unter der Gesamtverantwortung von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer steht. Der neue und dann 55. Fußball-Lehrer-Lehrgang mit erheblich erweitertem Umfang, der von DFB-Ausbilder Frank Wormuth geleitet und unter anderem auf zehn Monate verlängert wird, beginnt im Juni 2008.

Worauf sich Matthäus unterdessen bei seinem Lehrgang einstellen muss, wurde vom DFB ebenfalls in enger Abstimmung mit der Uefa festgelegt, von der diese Ausbildung genehmigt und anerkannt ist. Rutemöller habe bei einem Treffen in der Uefa-Zentrale in Nyon bereits entsprechende Vorgespräche mit Andy Roxborough, dem Technischen Direktor der Uefa, und dem für die Trainer-Ausbildung zuständigen Fachreferenten Frank Ludolph geführt, hieß es in der Mitteilung des DFB.

Als vergleichbaren Fall nannte der DFB den ehemaligen jugoslawischen Nationalspieler Dragan Stojkovic. Auch ihm war jüngst die Genehmigung erteilt worden, einen nur ihm angebotenen und von dem belgischen Uefa-Beauftragten Michel Sablon koordinierten Trainer- Lehrgang zu absolvieren. (dpa)

 
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