Europacup steht unter Manipulationsverdacht
01.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» hat die Uefa eine Liste mit insgesamt 26 angeblich manipulierten Partien an die Europol-Zentrale in Den Haag übergeben. Die europäische Polizeibehörde soll eigene Ermittlungen eingeleitet haben. Anfang November reisten nach Darstellung des Hamburger Magazins fünf Funktionäre in die Europol-Zentrale nach Den Haag und übergaben ein 96 Seiten umfassendes Dossier. Am Beispiel von vier Europapokalspielen aus diesem Sommer werde darin detailliert beschrieben, mit welchen Methoden Wettbetrüger die Ergebnisse manipuliert haben sollen.
Das Wettproblem wurde von Uefa-Präsident Michel Platini bei seinem jüngsten Treffen mit ranghohen EU-Politikern in Brüssel diskutiert. Für das kommende Jahr ist eine Konferenz zum Thema Wettbetrug und Geldwäsche im Fußball geplant, hieß es von Uefa-Seite in Luzern.
Bei der Uefa hoffe man, dass Europol den Komplex Wettmanipulation im Profisport in die sogenannte OCTA aufnimmt eine Bedrohungs- und Gefährdungsanalyse zur Organisierten Kriminalität. Diese wird jährlich erstellt und legt langfristig Prioritäten bei der internationalen Verbrechensbekämpfung fest. Bereits Anfang Oktober hatten Uefa-Vertreter beim Wiesbadener Bundeskriminalamt in der Abteilung Organisierte Kriminalität vorgesprochen. Es ging um einen engeren Austausch mit den Ermittlern. (Von Arne Richter und Klaus Bergmann, dpa)

