netzeitung.deLobinger in München gelandet

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Tim Lobinger im alten Dress (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tim Lobinger im alten Dress
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Stabhochspringer wird in Zukunft für die LG Stadtwerke in seiner Wahlheimat München antreten. Für Lobinger ist es nicht der erste Vereinswechsel seiner Karriere.

Stabhochspringer Tim Lobinger hat zum sechsten Mal in seiner Karriere den Verein gewechselt und wird in Zukunft das Trikot der LG Stadtwerke München tragen. Der 35 Jahre alte WM-Achte von Osaka kehrte nach insgesamt neun Jahren dem ASV Köln den Rücken, für den er zunächst 1999/2000 und dann wieder ab 2003 gestartet war. Dies teilte der Leichtathletik-Klub am Mittwoch mit.

Auf seiner Internetseite führte der ehemalige Hallenwelt- und - Europameister persönliche Gründe für seinen Schritt an. «München bietet mir einzigartige Voraussetzungen für meinen Sport. Die Anlagen um das Olympiastadion sind modern und wunderschön. Sowohl die neue Leichtathletikhalle als auch das gesamte Olympiagelände liefern eine perfekte sportliche Infrastruktur», erklärte der gebürtige Rheinländer, der seinen Lebensmittelpunkt schon Ende 2006 nach Süden in die bayrische Landeshauptstadt verlegt hatte.

Bankverbindung als letzte Gemeinsamkeit
«Der Olympiastützpunkt München ist Dreh- und Angelpunkt meines täglichen Sportlerlebens. Der Olympiapark ist für mich Arbeits-, Wohnzimmer und Garten zugleich», meinte der deutsche Rekordhalter, der 1997 und 1999 die magischen sechs Meter überquert hat. Auch Lobingers Freundin kommt aus München. «Noch nie habe ich mich in einer Stadt so heimisch gefühlt. Als Weltenbummler habe ich 2002 erstmals mein Herz an die Stadt verloren», gab der 1,93 Meter große Leichtathlet zu.

ASV-Präsident Helmut Breuer zeigte Verständnis für Lobingers private Entscheidung. Es habe keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit mehr gegeben: «Wenn sich die Gemeinsamkeit auf eine Bankverbindung reduziert, gibt es für einen Kölner Traditionsverein sicherlich bessere Möglichkeiten, sich im Sinne der Leichtathletik zu engagieren.» Die Trennung gehe vom Verein aus.

«Auf Wiedersehen Köln, es bleiben viele sehr schöne Erinnerungen», sagte Lobinger, «ich bin ganze neun Jahre für die Stadt Köln gestartet. Zwei Jahre für das Team Deutsche Sporthochschule Köln und sieben Jahre für den ASV Köln.» Sein erster Verein war als 14-Jähriger die LG Bonn/Meckenheim (1986 bis 1992), danach folgten Bayer Leverkusen (1993 bis 1996), die LT DSHS Köln (1997 bis 1998), der ASV (1999/2000), LAZ Quelle Fürth/München 1860 (2001), die LG Frankfurt (2002) und ab 2003 erneut der ASV Köln. (dpa)