08.11.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Torgarant: Kiels Schwede Marcus Ahlm
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Durch den Sieg beim schwedischen Vertreter Hammarby IF haben sich die Norddeutschen vorzeitig für die zweite Runde der Champions League qualifiziert. Leicht fiel dem deutschen Meister der Erfolg allerdings nicht.
Titelverteidiger THW Kiel hat sich vorzeitig für die zweite Gruppenphase der Handball-Champions-League qualifiziert. Der deutsche Meister gewann am Donnerstag vor 7800 Zuschauern in Stockholm mit 40:36 (21:22) beim schwedischen Titelträger Hammarby IF. Damit feierte Tabellenführer Kiel den vierten Sieg im vierten Spiel und führt die Gruppe B souverän an.
Der THW kann vor den abschließenden beiden Partien gegen Montpellier und Constanta mit nun 8:0 Punkten nicht mehr hinter den zweiten Platz, der zum Weiterkommen berechtigt, zurückfallen. Bester THW-Torschütze in der Hovet-Halle war der Schwede Marcus Ahlm mit 13 Treffern. Bei Hammarby, das vom früheren Kieler Staffan Olsson trainiert wird, war Fredrik Larsson (7 Tore) am erfolgreichsten.
THW zunächst mit ProblemenDen Kielern, bei denen Christian Zeitz, Kim Andersson und Nikola Karabatic ihre Rückkehr auf das internationale Parkett feierten, merkte man das kraftraubende Bundesligaspiel gegen den HSV Hamburg (30:31) nur 48 Stunden zuvor deutlich an. Hammarby erwischte den besseren Start, begünstigt durch anfängliche Abstimmungsprobleme in der Kieler Abwehr. Die Schweden, die das Hinspiel in Kiel 28:37 verloren hatten, lagen nach 14 Minuten 12:8 in Führung, erst danach wachte der THW auf.
Beim 30:28 (41.) führte Kiel erstmals mit zwei Treffern, konnte sich allerdings erst nach dem 35:31 (49.) entscheidend absetzen, auch weil die Gastgeber ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen mussten. Schrecksekunde für Kiel dann aber vier Minuten vor dem Ende, als Nikola Karabatic und Christian Zeitz ohne gegnerische Einwirkung zusammenprallten und verletzt liegen blieben. Zeitz konnte weiterspielen, Karabatic musste vom Feld. (nz/dpa)