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Hingis tritt unter Dopingverdacht zurück

01. Nov 2007 19:32
Nie wieder: Tennisstar Hingis
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Weil eine in Wimbledon entnommene Probe Kokain enthielt, zieht sich die einstige Weltranglisten-Erste vom Profitennis zurück. Doping-Vorwürfe weist die Schweizerin brüsk von sich.

Die frühere Weltranglisten-Erste Martina Hingis steht unter Dopingverdacht und hat am Donnerstagabend in Glattweg bei Zürich ihren Rücktritt vom Profitennis erklärt. Die 27-Jährige sagte, ein Doping-Test in Wimbledon habe ergeben, dass sie Kokain konsumiert habe. Hingis bestritt jedoch zugleich, gedopt zu haben und bezeichnete derartige Vorwürfe als «monströs».

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Anfang 2006 hatte sie ihr Comeback im Tennis gegeben. In diesem Jahr litt Hingis unter Rücken- und zuletzt auch Hüftproblemen, was Spekulationen über einen bevorstehenden Rücktritt angeheizte. In Wimbledon war die «Swiss Miss» in der dritten Runde gescheitert.

Während ihrer Glanzzeit Ende der 90-er Jahre hatte Hingis die Konkurrenz dominiert, im Herbst 2002 wegen anhaltender Knöchel- und Fußprobleme aber den Schläger liegen lassen. Nach dreijähriger Pause stieß sie von 2006 an bis auf Platz sechs der Weltrangliste vor. Große Titel blieben ihr jedoch versagt.

Mit 14 Jahren Profi

Zu Beginn des Jahres gelang ihr der Viertelfinal-Einzug bei den diesjährigen Australian, danach folgte der insgesamt 43. Einzel- Turniersieg Anfang Februar in Tokio. Anschließend waren sportliche Erfolge ausgeblieben. Hingis gewann seitdem nie mehr als zwei Spiele in Folge und bestritt ihr letztes Match am 19. September in Peking, wo sie in der zweiten Runde der Chinesin Peng Shuai unterlag.

Hingis war im Oktober 1994 im Alter von nur 14 Jahren Profi geworden. Sie gewann fünf Grand-Slam-Titel, den letzten davon 1999 in Australien, wo sie 2002 auch ihr letztes Grand-Slam-Finale erreichte und nach vier vergebenen Matchbällen noch gegen Jennifer Capriati verlor. Tags zuvor hatte sie im Doppel mit Anna Kurnikowa den Doppel- Titel geholt.

Comeback-Gerüchte

1997 verhinderte nur die überraschende Finalniederlage bei den French Open gegen die Kroatin Iva Majoli den Grand Slam, den Gewinn der vier größten Turniere in einem Kalenderjahr. Tennis- Geschichte schrieb auch die legendäre Finalniederlage gegen Steffi Graf zwei Jahre später in Paris, wo Hingis der ersehnte Triumph damit verwehrt blieb.

2005 sorgte ein erster, verlorener Test gegen die Deutsche Marlene Weingärtner für Comeback-Gerüchte, beim Turnier im australischen Gold Coast kehrte Hingis zum Jahresbeginn 2006 endgültig zurück. An die ganz großen Erfolge konnte die sie jedoch nicht mehr anknüpfen. Gegen die Athletik und Schlaghärte der Weltspitze um die Belgierin Justine Henin, die amerikanischen Williams-Schwestern oder Russlands Phalanx um Maria Scharapowa reichten Spielwitz und gewiefte Taktik nicht mehr aus.

Für Schlagzeilen sorgte zuletzt auch die Beziehung zum tschechischen Tennis-Profi Radek Stepanek. Anfang des Jahres fiel auf, dass Hingis einen Verlobungsring trug, doch aus der erwarteten Hochzeit wurde nichts. Bereits bei den US Open waren die im slowakischen Kosice geborene Hingis und der frühere Top-Ten-Spieler wieder solo. (dpa)

 
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