Klose: Wer den Lukas kennt...
01.11.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Ein eigener Treffer blieb dem 22-Jährigen zwar verwehrt, doch er ließ beim Erfolg über den Zweitligisten zumindest wieder Talente des alten Lukas Podolski aufblitzen und glänzte als Vorbereiter. Beim 1:0 traf Toni (47. Minute) per Kopf nach Podolskis Flanke und auch beim 2:0 (57.) durch einen präzisen 18-Meter-Schuss des Italieners kam der Ball wieder vom Ex-Kölner zum Parade-Torjäger. «Ich bin froh, dass Luca Toni wieder spritziger wirkt. Und dass er ein Radarsystem im Kopf hat, das sieht man. Er steht immer am richtigen Ort, das zeichnet Torjäger aus», sagte Hitzfeld über Toni, der vor seinem zweiten Doppelpack bei einem Doppel-Schubser gegen Gegner und Schiri-Assistent am Rande eines Platzverweises wandelte. «Er muss sein südländisches Temperament etwas zügeln.»
Zwar brauchte Klose für seine 12 Pflichtspieltreffer mit 12 Spielen eine Partie weniger als Toni, doch das Abschneiden des Weltmeisters ist durch die Anzahl seiner 1:0-Treffer einfach noch eindrucksvoller. Schon zum achten Mal gelang dem 30-Jährigen beim Pokal-Erfolg die wichtige Führung und er war als Mann des Abends natürlich der gefragte Mann; in seinem Rücken wollte sich dagegen Podolski aus der Arena stehlen. «Ich will arbeiten und kämpfen und hoffe auf weitere Einsätze und versuche meine Leistung zu bringen», betonte ein nicht wirklich glücklich wirkender Podolski.
Die Bayern hakten das 3:1 auf dem Weg zum angestrebten Titel als Pflichterfolg ab, die Gladbacher waren aber nicht wirklich traurig. «Bayern war das Highlight, aber Ziel ist der Aufstieg», sagte Marko Marin, der angesichts des übermächtigen Bayern-Personals nur staunen konnte. «Da geht der Toni raus und es kommt der Klose rein.» (dpa)

