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T-Mobile: Doping und kein Ende

26. Okt 2007 11:45
Christian Frommert, Kommunikationschef bei T-Mobile
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Im Profi-Rennstall T-Mobile soll es laut einem Zeitungsbericht noch im Jahr 2006 Doping mit Eigenblut gegeben haben. Nun scheint der «Beweis für eine kriminelle Szene im Radsport vorzuliegen».

Im Profi-Radrennstall T-Mobile sind nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» im Jahr 2006 Fahrer durch Eigenblut-Doping manipuliert worden. Daran sei direkt auch die Uni-Klinik Freiburg beteiligt gewesen, bei der die inzwischen suspendierten, ehemaligen T-Mobile-Teamärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid tätig waren. Darüber berichtete die Zeitung am Freitag und zitierte den Krebs-Spezialisten und Anti-Doping-Aktivisten Werner Franke: «Hier scheint, wenn in Zukunft alles aufgeklärt ist, der Beweis für eine kriminelle Szene im Radsport vorzuliegen - auch im deutschen, auch bei T-Mobile.»

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  • Es werde «intern über mögliche Konsequenzen gesprochen», sagte Christian Frommert, der Kommunikations-Chef des Sponsors T-Mobile, der am 9. August die Verlängerung seines Radsport-Engagements bis 2010 bekannt gegeben hatte. Der Geldgeber des zweiten deutschen ProTour-Rennstalls Gerolsteiner steigt nach der Saison 2008 aus dem Sponsoring aus.

    Nach dem Ausschluss von Jan Ullrich, Oscar Sevilla und Ullrich-Intimus Rudy Pevenage unmittelbar vor dem Start der Tour de France 2006 in Straßburg wegen Doping-Verdachts sei nach Erkenntnissen der Zeitung «die systematische Betrugsarbeit planmäßig weitergeführt» worden. Teile der Mannschaft, die am Ende in Frankreich die Teamwertung gewann, sollen drei bis vier Tage vor dem Tourstart zur Behandlung bei der Uni-Sportmedizin gewesen sein. Der des Dopings überführte Profi Patrik Sinkewitz, der vor dem Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) umfänglich ausgesagt hatte, soll vor allem von Heinrich behandelt worden sein.

    Die Schilderung des ehemaligen T-Mobile-Profis vor den BDR-Instanzen soll sich laut «Süddeutsche» auch auf wiederholtes Doping mit Eigenblut im Laufe der Tour de France bezogen haben. Das Bonner Team, das ab August 2006 eine neue Philosophie vertrat und sich einem selbst geschaffenen, angeblich harten und transparenten Anti-Doping- System mit zum Teil neuen Fahrern, neuem Management und neuen Ärzten verpflichtete, hatte sich von Schmid und Heinrich im Frühjahr 2007 getrennt.

    Im Anschluss daran wurde der Ukrainer Sergej Gontschar, der T- Mobile-Star der Tour 2006 mit zwei Etappensiegen und zwei Tagen im Gelben Trikot, wegen auffälliger Blutwerte entlassen. Danach wurde Sinkewitz in der Tour-Vorbereitung für 2007 positiv auf Testosteron getestet und der Italiener Lorenzo Bernucci wegen der Benutzung eines Appetitzüglers vor die Tür gesetzt. (dpa)

     
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