25. Sep 2007 20:03
Der Nationale-Anti-Doping-Agentur soll im nächsten Jahr weit mehr Geld zur Verfügung stehen. Es ist geplant, die Mittel im Kampf gegen die unerlaubte Leistungssteigerung um 70 Prozent zu steigern.
Die Nationale-Anti-Doping-Agentur (Nada) will im kommenden Jahr aus einem Etat von 5,8 Millionen Euro schöpfen. Das Kuratorium der unabhängigen Stiftung nahm am Dienstag in Berlin den Haushaltsplan zur Kenntnis, der eine Mittelsteigerung um 70 Prozent vorsieht. In den nächsten Wochen sollen die Ausgabenansätze im Umlaufverfahren beschlossen werden.Wie der Kuratoriums-Vorsitzender Hanns Michael Hölz erklärte, sei bei einer gemeinsamen Sitzung seines Gremiums und dem Vorstand eine neue Stiftungsverfassung auf den Weg gebracht worden. Damit sollte das Management der Nada verbessert werden sowie neue strukturelle, organisatorische und personelle Steuerungselemente eingebracht werden. Die Beschlussfassung hierüber werde ebenfalls im schriftlichem Umlaufverfahren erfolgen. «Die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder können zukünftig eine Aufwandsentschädigung in Höhe von bis zu 250 Euro monatlich über ihre Spesenabrechnung hinaus erhalten», erklärte Hölz. Beraterverträge von Vorstandsmitgliedern mit Stiftungsträgern oder Profi-Rennställen sollen nunmehr endgültig nicht mehr möglich sein.
Hölz unterstrich, das Kuratorium habe sich hinter den ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden Armin Baumert gestellt und ihn für seine Arbeit in den letzten Monaten gedankt. Der Kuratoriums- Vorsitzende hatte am Sonntag einen Besprechungspunkt von der Tagungsordnung genommen, mit dem ursprünglich eine Zustimmung zu einem Beratervertrag zwischen Baumert und der Deutschen Telekom AG vorgesehen war. «Die Nada liegt nicht am Boden, sondern ist auf dem richtigen Weg», erklärte Hölz. Details über Neuerungen des Trainingskontroll-Systems, die ebenfalls beschlossen wurden, sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. (dpa)