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Lupe THW Kiel setzt Titeljagd im Supercup fort

Der THW Kiel hat seine Anwartschaft auf die deutsche Meisterschaft im Handball eindrucksvoll untermauert. Der Titelträger ließ im Supercup-Finale seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance.

Der THW Kiel hat seine Titeljagd mit einer weiteren Trophäe fortgesetzt. Zur Saisoneröffnung der Handball- Bundesliga gewann der deutsche Rekordmeister zum vierten Mal den Supercup. In der Partie um den ersten Pokal der 31. Spielzeit bezwang der Triple-Gewinner am Dienstagabend in München die Rhein-Neckar- Löwen mit 41:31 (19:12). Vor 10.500 Zuschauern in der Olympiahalle, die bei der dritten Supercup-Auflage erstmals nicht ausverkauft war, unterstrichen die Kieler eindrucksvoll ihre Ambitionen auf den 14. deutschen Meistertitel.

Jicha am treffsichersten
Bester Torschütze beim Sieger war Neuzugang Filip Jicha (10/1). Für die Rhein-Neckar Löwen aus Mannheim, die sich unter ihrem alten Namen SG Kronau/Östringen als DHB-Pokalfinalist für das Spiel qualifiziert hatte, warf Oleg Velyky (6) die meisten Tore. Die Bundesliga, die ab dieser Saison offiziell den Zusatz Toyota trägt, beginnt am Samstag mit fünf Spielen.

Die Kieler starteten wie die Feuerwehr. Schon nach sechs Minuten führte der deutsche Rekordmeister mit 7:3. Mit unglaublichem Tempo überrannte der THW Kiel den Kontrahenten. Dabei kam der Ausnahme- Mannschaft die zunächst behäbige Spielweise der Rhein-Neckar Löwen entgegen. Dadurch konnten die Mannen um den französischen Weltstar Nikola Karabatic dem DHB-Pokalfinalisten immer wieder leicht den Ball abluchsen.

Dem Tempo bei den Gegenstößen waren die Mannheimer über weite Strecken der ersten Halbzeit nicht gewachsen. Beim Stand von 6:12 (12.) nahm Juri Schewzow bereits eine Auszeit, um seine Spieler wach zu rütteln und den Spielrhythmus der Kieler zu unterbrechen. Die Rechnung aber ging nicht auf. Lediglich den Glanzparaden von Torhüter Henning Fritz, der wie die beiden anderen Weltmeister Oliver Roggisch und Christian Schwarzer neu im Team der ehemaligen SG Kronau/Östringen ist, hatten es die Mannheimer zu verdanken, dass sie nicht schon zur Pause hoffnungslos ins Hintertreffen gerieten.

Spiel wie aus einem Guss
Der THW Kiel spielte hingegen wie aus einem Guss. In seinem ersten Pflichtspiel nach langer Verletzungspause wegen eines Brustmuskelrisses war Kreisläufer Markus Ahlm ein ständiger Unruheherd und Garant für gefährliches Angriffsspiel. Zudem ließ sich Neuzugang Filip Jicha nicht davon entmutigen, dass Fritz viele Würfe meisterte. Er traf bis zum 19:12-Halbzeitstand fünf Mal.

Auch im zweiten Durchgang demonstrierte Kiel Stärke, während den Rhein-Neckar Löwen deutlich anzumerken war, dass sie noch nicht eingespielt sind. So kontrollierte der deutsche Rekordmeister das Geschehen und zog immer, wenn es nötig war, das Tempo an. Am Ende entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für Kiel. (dpa)