Pekinger Luft trotz Fahrverbot kaum besser
20.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Autoverkehr wurde in Peking für vier Tage eingeschränkt.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Über Peking schwebt weiterhin eine Dunstglocke. Die umfassenden Verkehrsbeschränkungen brachten ein enttäuschendes Resultat.
Das viertägige Fahrverbot für 1,3 Millionen Autos als Generalprobe für Olympia hat die Luft in der chinesischen Hauptstadt kaum verbessert. Der Index für die Luftqualität verharrte am Wochenende zwischen 91 und 95 Punkten, wie aus einer Übersicht des Umweltministeriums (SEPA) vom Montag hervorging. Damit war die Luft zwar besser als am Donnerstag mit 115 Punkten, doch schlechter als in den acht Tagen davor, als vermutlich wegen häufiger Regenfälle nur zwischen 56 und 88 Punkten gemessen worden waren.
Kaum spürbarTrotz des enttäuschenden Ergebnisses der bisher umfassendsten Verkehrsbeschränkungen, die die Dunstglocke über der 15-Millionen-Metropole nicht beseitigen konnte, sprach ein Ingenieur der Pekinger Umweltaufsicht von einer «wirksamen Maßnahme», da die Luft zumindest im Vergleich zum Freitag besser geworden sei. Wirklich spürbar war jedoch nur der Rückgang der Verkehrsstaus in der Hauptstadt. Immer abwechseln durfte je nach gerade oder ungeraden Nummernschildern mehr als ein Drittel der Autos nicht fahren.
Ähnlich weitgehende Fahrverbote werden auch während der Olympischen Spiele vom 8. bis 24. August 2008 gelten. Dann werden zusätzlich noch Fabriken stillgelegt. Die Generalprobe der Olympia-Organisatoren war eine Reaktion auf wachsende Sorgen und Kritik von Sportverantwortlichen und des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wegen der dreckigen Luft in Peking, das zu den Städten weltweit mit der schlimmsten Luftverschmutzung gehört. (dpa)