28. Jul 2007 13:40
IOC-Mitglied Walther Tröger will die Radsportler auch künftig bei den Olympischen Spielen sehen. Die Rad-WM in Stuttgart soll helfen, die Krise der ganzen Sportart in den Griff zu bekommen.
Der 78-Jährige kritisierte, dass die Diskussion um Dopingskandale im Radsport mit zu viel Hysterie geführt werde. Alles, was bei der Tour de France jetzt ans Licht käme, sei doch längst öffentlich vermutet worden. Er halte auch nichts davon, die Tour noch in den letzten Tagen abzubrechen. «Lass die doch radeln. Das ist doch belanglos», sagte Tröger. Der Sportfunktionär hofft vielmehr auf eine Vorbild-Funktion des Radsports: «Wie jetzt reiner Tisch gemacht wird, wie jetzt im Radsport umgegangen wird, wird dann auch wegweisend und beispielgebend sein für andere Sportarten.»Die Dopingdebatte, die über den Radsport hereingebrochen sei, habe ihr Gutes, aber auch ihr Schlechtes, so Tröger weiter. Sie lenke von anderen, vielleicht noch schlimmeren Dingen im Sport, wie Korruption und Gewalt in den Stadien ab. «Also lassen Sie uns das doch ein kleines bisschen gelassener betrachten», sagte Tröger. (dpa)