Verwirrung um Dopingprobe von Soler
28.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Juan Mauricio Soler
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Tour de France kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Während ein weiterer Profi unter Dopingverdacht steht, ärgert sich die Welt-Antidoping-Agentur über die Tour-Organisatoren.
Die Welt-Antidoping-Agentur (Wada) hat die Organisatoren der Tour de France scharf kritisiert. Seit dem Festina- Skandal von 1998 habe sich offenbar nichts geändert, sagte Wada- Präsident Richard Pound der französischen Zeitung «Le Figaro». Die Agentur wolle im November schärfere Strafen für Doping beschließen. So soll die Sperre für ein Erstvergehen von zwei auf vier Jahre erhöht werden.
Unbestätigte BerichteDie Berichte über einen möglichen neuen Dopingfall bei der Tour de France sind unterdessen nicht bestätigt worden. Die belgische Zeitung «Het Laatste Nieuws» hatte am Freitagabend auf ihrer Internet-Seite gemeldet, der Kolumbianer Juan Mauricio Soler, Spitzenreiter der Bergwertung, könnte bei einer Doping-Kontrolle nach der 14. Etappe positiv getestet worden sein. Die Zeitung berief sich dabei auf verschiedene andere Presseberichte. Tour-Chef Christian Prudhomme wies die Gerüchte zurück: «Wir haben nichts. Alles sind nur windige Gerüchte», so der Franzose.
Der Radprofi vom Barloworld-Team, das mit einer «wild card« zur Tour kam, hatte zuvor die 9. Etappe in Briancon gewonnen. Sollte sich der Verdacht gegen Soler bestätigen, wäre er damit der vierte bei dieser Tour bekannte gewordene Dopingfall. Vor ihm wurden Alexander Winokurow (Kasachstan/Astana) und Cristian Moreni (Italien/Cofidis) suspendiert. Patrik Sinkewitz' vom T-Mobile-Team vom 8. Juni war während der Tour bekannt geworden.
In der Nacht zum Mittwoch war der Träger des Gelben Trikots, der Däne Michael Rasmussen, von seinem niederländischen Team Rabobank aus dem Rennen genommen worden. Er hatte falsche Angaben über seinen Tainingsaufenthalt gemacht und Doping-Kontroll-Termine verpasst. (dpa)