Aldag verteidigt sich im Fall Sinkewitz
19.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Rolf Aldag
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Rolf Aldag hat die Kritik an seiner Person im Fall Patrik Sinkewitz zurückgewiesen. Er habe auch in der Vergangenheit richtig gehandelt, so der Sportliche Leiter des T-Mobile-Teams.
Rolf Aldag ist in die Kritik geraten, als Sportlicher Leiter des T-Mobile-Teams trotz Doping-Verdächtigungen an Patrik Sinkewitz festgehalten zu haben. In einem Telefonat im Mai mit der ehemaligen Verbands-Präsidentin Sylvia Schenk hätte der Ex-Profi, der Doping in den 90er Jahren gestanden hat, erfahren, dass es schon lange zurückliegende Verdachtsmomente gegen Sinkewitz gebe. Das bestätigte Aldag am Donnerstag vor dem Start der 11. Etappe der Tour de France in Marseille. Daraufhin habe Aldag bei Burkhardt Bremer, dem Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) nachgefragt.
Nichts Auffälliges«Bremer sagte mir deutlich, dass gegen Sinkewitz bei der WM 2000 in Plouay nichts Auffälliges vorgelegen hat», berichtete Aldag. Sinkewitz, der am Mittwoch nach einer positiven A-Probe auf Testosteron von seinem Bonner Team suspendiert wurde, war vor sieben Jahren als U23-Fahrer nach dem Zeitfahren in Plouay vom BDR zurückgezogen worden. «Aber nur, weil er krank war», meinte Bremer. Gerüchten zu Folge soll Sinkewitz im WM-Trainingslager in Colorado/USA erhöhte Hämatokritwerte aufgewiesen haben, die auf Epo-Doping hätten hindeuten können. «Auf der Basis dieser Verdächtigungen kann ich keinen Fahrer diskreditieren», meinte Aldag.
Aldag widersprach am Donnerstag in Marseille Aussagen des ARD-Magazins «Kontraste» vom Vorabend, dass Sinkewitz zu drei Tests der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada in diesem Frühjahr nicht angetroffen worden sei, und es sich so um «missed Tests» gehandelt habe. «Das ist falsch», sagte Aldag. Beim ersten Test sei der inzwischen suspendierte T-Mobile-Profi bei der Baskenland-Rundfahrt im Einsatz gewesen, bei den anderen beiden Kontrollen sei die 24-Stunden-Regel nicht eingehalten worden. Aldag: «Die Kontrolleure waren morgens da, als Patrik trainierte, am Abend hätten sie ihn angetroffen, aber da waren sie wieder weg.» (dpa)