19. Jul 2007 15:00
Rolf Aldag hat die Kritik an seiner Person im Fall Patrik Sinkewitz zurückgewiesen. Er habe auch in der Vergangenheit richtig gehandelt, so der Sportliche Leiter des T-Mobile-Teams.
«Bremer sagte mir deutlich, dass gegen Sinkewitz bei der WM 2000 in Plouay nichts Auffälliges vorgelegen hat», berichtete Aldag. Sinkewitz, der am Mittwoch nach einer positiven A-Probe auf Testosteron von seinem Bonner Team suspendiert wurde, war vor sieben Jahren als U23-Fahrer nach dem Zeitfahren in Plouay vom BDR zurückgezogen worden. «Aber nur, weil er krank war», meinte Bremer. Gerüchten zu Folge soll Sinkewitz im WM-Trainingslager in Colorado/USA erhöhte Hämatokritwerte aufgewiesen haben, die auf Epo-Doping hätten hindeuten können. «Auf der Basis dieser Verdächtigungen kann ich keinen Fahrer diskreditieren», meinte Aldag.Aldag widersprach am Donnerstag in Marseille Aussagen des ARD-Magazins «Kontraste» vom Vorabend, dass Sinkewitz zu drei Tests der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada in diesem Frühjahr nicht angetroffen worden sei, und es sich so um «missed Tests» gehandelt habe. «Das ist falsch», sagte Aldag. Beim ersten Test sei der inzwischen suspendierte T-Mobile-Profi bei der Baskenland-Rundfahrt im Einsatz gewesen, bei den anderen beiden Kontrollen sei die 24-Stunden-Regel nicht eingehalten worden. Aldag: «Die Kontrolleure waren morgens da, als Patrik trainierte, am Abend hätten sie ihn angetroffen, aber da waren sie wieder weg.» (dpa)