netzeitung.deSat1 nimmt Tour-Berichterstattung auf

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Timon Saatmann (l.) und Mike Kluge. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Timon Saatmann (l.) und Mike Kluge.
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Einen Tag nachdem ARD und ZDF wegen eines neuen Dopingfalles die Tour-Berichterstattung eingestellt haben, springt ein anderer Sender in die Lücke. Und das sofort.

Der private Fernsehsender Sat1 steigt mit sofortiger Wirkung in die Live-Berichterstattung der Tour de France ein. Wie ProSiebenSat1 am Donnerstag mitteilte, hat der TV-Konzern die Rechte übernommen. Bereits um 15.00 Uhr wurde die erste Sendung von der 11. Etappe von Marseille nach Montpellier ausgestrahlt.

N24-Sportchef Timon Saatmann und Radcross-Weltmeister Mike Kluge kommentieren. Aufgrund der Kurzfristigkeit tun sie das am heutigen Donnerstag noch von Berlin aus, danach geht es nach Frankreich. «Ich bin sehr froh, dass wir so kurzfristig eines der weltgrößten Sportereignisse zeigen können. Alle, die dem Radsport verbunden sind, haben eine gute Berichterstattung verdient», wurde Sat1-Chef Matthias Alberti in einer Pressemitteilung zitiert.

N24 zeigt der Mitteilung zufolge an allen Renntagen um 19.30 Uhr eine halbstündige Tageszusammenfassung. Das Einzelzeitfahren am Samstag wird wegen des Liga-Pokals der Fußball-Bundesliga auf ProSieben zu sehen sein.

ARD steigt gänzlich aus
Am gestrigen Mittwoch hatten ARD und ZDF den vorläufigen Ausstieg aus der Berichterstattung von der Tour beschlossen, nachdem der Dopingfall um T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz bekannt geworden war. Der Radprofi wurde von Nada-Fahndern positiv auf Testosteron getestet.

Einen Tag darauf entschied sich die ARD dazu, die Tour-Berichterstattung gänzlich einzustellen. «Die Entscheidung der ARD und auch des ZDF ist bekannt, wir haben uns zurückgezogen von der Live-Berichterstattung der diesjährigen Tour de France, weil wir keine Alternative zu dieser Entscheidung gesehen haben», sagte der stellvertretende ARD-Vorsitzende Thomas Gruber. Nach Auffassung des Intendanten des Bayerischen Rundfunks ist die Glaubwürdigkeit des Radsports derart erschüttert, dass «wir es nicht mit unserem Selbstverständnis vereinbaren können weiterzuberichten, als wäre nichts gewesen».

Auch der Sender Sat1 machte vor wenigen Tagen Schlagzeilen, weil seine Nachrichtensendungen eingestellt werden sollen. Fast 200 Mitarbeiter würden von den Sparmaßnahmen betroffen sein und ihren Job verlieren. (dpa/nz)