11.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Salzburg verzichtet auf Olympia 2018
Die gescheiterte Olympia-Bewerbung von Guatemala hat Spuren bei den Österreichern hinterlassen. Einen weiteren Anlauf für die Spiele 2018 wird es nicht geben.
Salzburg wirft das Handtuch. Nach seiner erneuten Niederlage bei der Abstimmung über die Olympischen Winterspiele 2014 Anfang Juli in Guatemala werde man nicht für die Spiele 2018 kandidieren, teilte Bürgermeister Heinz Schaden mit. «Salzburg wird sich definitiv nicht mehr bewerben, weil man chancenlos ist, so lange sich die Spielregeln nicht ändern», sagte der Kommunalpolitiker nach einer entsprechenden Entscheidung des Gemeinderats der Nachrichtenagentur Apa.
Politisch motiviertDie Mozartstadt war bereits mit ihrer ersten Bewerbung für die Winterspiele 2010 gescheitert. Am 4. Juli hatte sich das IOC für Sotschi in Russland als Austragungsort 2014 entschieden. «Ich denke, unter diesen Umständen können sich kleine Länder nicht mehr bewerben», meinte Schaden angesichts der astronomischen Summen, die für Olympische Winterspiele notwendig seien. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hatte schon nach dem Bekanntwerden der Entscheidung für Sotschi erklärt, diese Entscheidung sei politisch oder wirtschaftlich motiviert gewesen.
Ob Salzburg, wie während der Gemeinderatssitzung gefordert, die nächsten 20 Jahre auf einen neuerlichen Olympia-Anlauf verzichten wird, bleibt abzuwarten. Sport werde allerdings ein Thema bleiben, meinte der sozialdemokratische Bürgermeister: «Ich erwarte mir von der Europameisterschaft 2008 ein tolles Fußballfest in den Straßen Salzburgs.» Man werde die Augen offen halten, um kleine und feine Sportveranstaltungen nach Salzburg zu holen. Auch sonst gebe es ehrgeizige Projekte. (dpa)