Ein Produkt Schweizer Segelkunst ist Alinghis zweiter Erfolg hintereinander auch dieses Mal nicht. Team-Gründer Bertarelli war in allen sieben Begegnungen mit Team New Zealand unter 17 Mann Besatzung der einzige Schweizer an Bord. Das Duell der Cup-Giganten markierte eher die Fortsetzung der Auseinandersetzung zwischen Neuseelands Segelhelden wie Skipper Brad Butterworth oder Stratege Murray Jones an Bord der «Alinghi» und der jungen «Kiwi»-Generation um Team New Zealands 34 Jahre jungen Skipper Dean Barker.Als Land mit Spitzentechnik konnte die Schweiz im America's Cup jedoch punkten: Auch dieses Mal waren die Ingenieure der EPFL in Lausanne maßgeblich in Forschung, Tests und Entwicklung der jeweils rund vier Millionen Euro teuren Cup-Yachten unter Schweizer Flagge involviert. Gebaut wurde die SUI 100 genau wie ihre Vorgängerin SUI 64 in Präzisionsarbeit in Fenil-sur-Corsier oberhalb Verveys. Für die Linien der rasanten Hightech-Yacht zeichnete Chefdesigner Rolf Vrolijk verantwortlich.
Auf dem Weg zur 32. Cup-Auflage hat Bertarelli sein Versprechen wahr gemacht, das er vor vier Jahren gab: «Wir werden die alte Silberkanne entstauben und die Veranstaltung modernisieren.» In seine Ära fällt die Streichung der Nationenregel, die erstmalige Rechtevergabe an eine Stadt außerhalb des Landes der Titelverteidiger, die dem Cup vorgeschalteten Testregatten in ganz Europa und der Bau der weltgrößten rund 300 Millionen Euro teuren Segelarena in Valencia. (dpa)