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Alinghi gleicht aus und harrt des Protestes

27. Jun 2007 16:51, ergänzt 22:09
Die Alinghi-Crew
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Der Titelverteidiger hat beim America's Cup seinen Rückstand gegenüber Team New Zealand aufgeholt. Im vierten Rennen gelang den Schweizern ein Start-Ziel-Sieg - aber die Neuseeländer haben Protest eingelegt.

Das Schweizer Uhrwerk tickt wieder rund: Titelverteidiger Alinghi hat im 32. America's Cup-Match gegen Herausforderer Team New Zealand zum 2:2 ausgeglichen. Den Schweizern reichte am Mittwoch bei leichten Winden um neun Knoten unter grauem Himmel über Valencia ein leichter Startvorteil, um die Ziellinie mit 30 Sekunden Vorsprung vor der NZL 92 zu erreichen und einen psychologisch wertvollen Sieg einzufahren.

Zwei Stunden nach dem Rennen legten die Neuseeländer einen Protest gegen Alinghi ein. Es geht dabei offenbar um das System der Schweizer zum Setzen und Bergen des Großsegels in der Mastspitze. Der Protest soll an diesem Donnerstag verhandelt werden. Alinghi-Sportdirektor Jochen Schümann glaubt indes nicht, dass seine Mannschaft um den Punkt bangen muss. «Wir sind in Ordnung, macht Euch um Alinghi keine Sorgen», sagte er am Mittwochabend.

Alinghi hochkonzentriert

Im Verlauf der eineinhalbstündigen vierten Regatta waren die Neuseeländer der SUI 100 zwar immer wieder gefährlich nahe gekommen, reduzierten ihren Rückstand zeitweise sogar bis auf vier Meter, konnten aber nicht an den konsequent verteidigenden Eidgenossen vorbeiziehen. Nachdem mehrere europäische Tageszeitungen dem Dream Team Alinghi im Anschluss an die Niederlage vom Dienstag Harakiri- Mentalität unterstellt hatten, agierte das Team um Skipper Brad Butterworth und US-Steuermann Ed Baird am Mittwoch hochkonzentriert.

«Das war ein Tag zum Freuen. Man konnte doch sehen, dass wir etwas gelernt haben. Ich hoffe, dass sich die Erfahrungen tief in Brads Erfahrungsschatz eingebrannt haben», sagte Schümann, der auch seinen Steuermann lobte: «Ed Baird hat einen Super-Start hingelegt.»

Zehn Kinder von Alinghi-Teammitgliedern hatten ihre Favoriten beim Ablegen am Mittag mit großen roten Buchstaben auf weißen T-Shirts und der entscheidenden Botschaft auf Kurs Romeo in der Bucht von Valencia geschickt: «GO ALINGHI!» Nach zwei Niederlagen in Folge gelang es der Mannschaft von Sportdirektor Schümann, den Negativ-Trend zu stoppen. Zur Belohnung war am Abend überall im Cup-Hafen wieder das Geläut der Kuhglocken zu hören, die nach der ersten Niederlage der «Alpensegler» am vergangenen Sonntag verstummt waren. (dpa)

 
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