Im Verlauf der eineinhalbstündigen vierten Regatta waren die Neuseeländer der SUI 100 zwar immer wieder gefährlich nahe gekommen, reduzierten ihren Rückstand zeitweise sogar bis auf vier Meter, konnten aber nicht an den konsequent verteidigenden Eidgenossen vorbeiziehen. Nachdem mehrere europäische Tageszeitungen dem Dream Team Alinghi im Anschluss an die Niederlage vom Dienstag Harakiri- Mentalität unterstellt hatten, agierte das Team um Skipper Brad Butterworth und US-Steuermann Ed Baird am Mittwoch hochkonzentriert.«Das war ein Tag zum Freuen. Man konnte doch sehen, dass wir etwas gelernt haben. Ich hoffe, dass sich die Erfahrungen tief in Brads Erfahrungsschatz eingebrannt haben», sagte Schümann, der auch seinen Steuermann lobte: «Ed Baird hat einen Super-Start hingelegt.»
Zehn Kinder von Alinghi-Teammitgliedern hatten ihre Favoriten beim Ablegen am Mittag mit großen roten Buchstaben auf weißen T-Shirts und der entscheidenden Botschaft auf Kurs Romeo in der Bucht von Valencia geschickt: «GO ALINGHI!» Nach zwei Niederlagen in Folge gelang es der Mannschaft von Sportdirektor Schümann, den Negativ-Trend zu stoppen. Zur Belohnung war am Abend überall im Cup-Hafen wieder das Geläut der Kuhglocken zu hören, die nach der ersten Niederlage der «Alpensegler» am vergangenen Sonntag verstummt waren. (dpa)