17.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Moreau bringt sich für die Tour in Schwung
Er ist 36 Jahre alt, aber noch immer Weltklasse. Christophe Moreau hat den jungen Radkollegen auf der Fernfahrt Dauphiné Libéré gezeigt, wie man es macht.
Frankreichs Rad-Altmeister Christophe Moreau hat zum zweiten Mal nach 2001 die schwere Fernfahrt Dauphiné Libéré gewonnen und sich damit bestens für die Tour de France in Schwung gebracht. Dem 36-Jährigen reichte am Sonntag auf der siebten und letzten Etappe der siebte Platz, um in der Gesamtwertung seinen Vorsprung vom 14 Sekunden auf den Australier Cadel Evans zu behaupten. Dritter blieb der Kasache Andrej Kaschetschkin, dem Moreau am Samstag in den Alpen das Gelbe Trikot abgenommen hatte.
Winokurow wieder TagessiegerTagessieger wurde zum Abschluss nach 129 Kilometern von Valloire nach Annecy Alexander Winokurow. Der Kasache setzte sich einige Kilometer vor dem Ziel aus einer Spitzengruppe mit allen Favoriten ab und schaffte damit seinen zweiten Etappensieg, nachdem er bereits das Einzelzeitfahren gewonnen hatte. Die Spitze im Gesamtklassement hatte der Tour-Favorit Tag tags darauf aber gleich wieder am Mont Ventoux abgegeben.
Winokurow sorgte für den vierten Tageserfolg der Astana- Mannschaft, nachdem sein Teamkollege Maxim Iglinski am Samstag die Königsetappe gewonnen hatte. Dort hatte Winokurow erneut frühzeitig abreißen lassen und wollte offenbar seine Kräfte vor dem Tour-Start am 7. Juli in London nicht verpulvern.
Moreau geriet am Sonntag auf dem letzten Anstieg der ersten Kategorie nicht mehr in Gefahr, der frühere T-Mobile-Profi Evans startete erst bei der Abfahrt einen vergeblichen Angriff. Vorjahressieger Levi Leipheimer aus den USA stürzte bei einem Ausreißversuch auf regennasser Straße.
Für die Entscheidung hatte Moreau am Samstag gesorgt. Auf dem schweren Anstieg hinauf zum Col du Télégraphe ließ er in einer Verfolgergruppe Kaschetschkin stehen und erreichte nach 198 Kilometern von Gap nach Valloire als Tages-Achter gemeinsam mit Evans und Giro-Bergkönig Leonardo Piepoli das Ziel. (dpa)